Verdachtspunkt am Meckinghover Weg wird Dienstag aufgegraben
Das Bild zeigt eine Baustellenabsperrung

9.3.2018 - Am Meckinghover Weg, Ecke Castroper Straße, wird voraussichtlich am Dienstag, 13. März 2018, ein Blindgänger-Verdachtspunkt aufgegraben und überprüft.

Noch steht nicht fest, ob sich an dieser Stelle ein Blindgänger befindet. Das wird vor Ort untersucht.

Sollte ein Blindgänger mit Zünder gefunden werden, muss das Kampfmittel wahrscheinlich noch am selben Tag entschärft werden. Dann muss auch ein Bereich im Radius von mindestens 250 Metern geräumt werden.

Der Bereich kann erweitert werden, wenn ein größeres Kampfmittel gefunden wird, das entschärft werden muss.

Die Karte mit dem Evakuierungsradius werden wir in der nächsten Woche veröffentlichen.

Wenn Sie in diesem Bereich wohnen und eine Entschärfung ansteht, kann es sein, dass Sie für mehrere Stunden Ihr Haus oder Ihre Wohnung verlassen müssen. Die Entschärfungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass das bis zum späten Abend dauern kann.

Unser Tipp

  • Bereiten Sie sich auf eine mögliche Evakuierung vor
  • Überlegen Sie, wo Sie sich während einer möglichen Entschärfung aufhalten können
  • Halten Sie wichtige Medikamente und Ihren Ausweis bereit
  • Versorgen Sie Ihre Haustiere oder nehmen Sie sie mit
     

Evakuierungsunterkunft

Für die Dauer der möglichen Evakuierung steht Ihnen voraussichtlich das Familienbüro Nord als Unterkunft zur Verfügung.

Kranken- und Liegendtransporte

Für Kranken- und Liegendtransporte wird im Evakuierungsfall eine Hotline geschaltet, die Sie unter 02363/107-400 erreichen.

Warum Bombenentschärfungen oft so kurzfristig stattfinden

Aktuell werden mehrere Verdachtspunkte in Datteln auf Blindgänger untersucht. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger beobachten diese Arbeiten und gehen davon aus, dass die nächste Bomben-Entschärfung kurz bevorsteht oder dass sich schon sagen lässt, wann es so weit ist. Das ist aber oft nicht der Fall. Aber warum ist das so?

Zuständig ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg. Er wertet Luftbilder aus und untersucht Blindgänger-Verdachtspunkte. Als Hinweise dienen Einschlaglöcher auf den Luftbildern. Ist ein Einschlagloch als Verdachtspunkt ausgewählt, wird der Bereich mithilfe magnetischer Oberflächendetektion und bei Bedarf mit Bohrlochdetektion untersucht.

Die Messergebnisse werten die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in Arnsberg aus und entscheiden, ob ein Verdachtspunkt aufgegraben wird. Diese Entscheidungen werden meist kurzfristig getroffen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Hinterlassenschaften des Krieges nicht nur in Datteln liegen, sondern in vielen Städten, all diese Aktionen müssen koordiniert werden. Liegt tatsächlich ein Blindgänger im Boden, folgt eine Entschärfung und zuvor die Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner.

Datteln ist eine von vielen Städten, die mit den Überbleibseln des Krieges zu kämpfen hat. Grundsätzlich wird bei jedem Bauvorhaben überprüft, ob ein Blindgänger im Boden liegen könnte.

Blindgänger: Vom Verdachtspunkt zur möglichen Entschärfung