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Kinderschutz hat immer Vorrang: Jugendamt nimmt Kind in Obhut, das Geld für seinen Hund erbettelt

5.7.2020 - Seit einigen Tagen wird über den Fall eines Jungen aus Datteln berichtet, der auf der Straße Geld für seinen Hund gebettelt hat. Das Jugendamt der Stadt Datteln kann nachvollziehen, dass sich viele Dattelner*innen Sorgen um den Jungen und um den Hund machen. Leider sind Angaben zu diesem Fall aus Daten- und Vertrauensschutzgründen kaum möglich. Fest steht aber: „Wir haben in Datteln in den letzten vier Wochen kein Kind in einem verwahrlosten oder einem gesundheitlich bedenklichen Zustand in Obhut genommen“, stellt Jugendamtsleiter Peter Wenzel fest.

„Seit das Jugendamt involviert ist, tut das Jugendamt der Stadt Datteln alles, damit es dem Kind besser geht“, sagt Peter Wenzel. „Und wie wir wissen, geht es dem Hund auch gut.“ Sachspenden wie Hundefutter und auch Geldspenden für den Hund können an die Tierschutzorganisation Arche 90 in Dortmund gerichtet werden. „Geldspenden für das Kind sind selbstverständlich eine schöne Geste“, sagt Wenzel, „wir können und werden sie aber nicht entgegengenommen.“

Das Jugendamt hat alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um das Wohlergehen des Jungen zu schützen – wie bei allen Kindeswohlfällen, für die das Jugendamt zuständig ist. „Kinderschutz hat für uns immer Vorrang“, sagt Peter Wenzel.

Über den Fall hat unter anderem Dattelner Morgenpost berichtet  und auch der WDR.