Etienne-Bach-Preis für Zaphne Stretton
Das Bild zeigt Zaphne Stretton mit ihrem Mann Michael.

25.11.2017 - Zaphne Stretton, Partnerschaftsbeauftragte der Stadt Cannock, wurde jetzt mit dem Etienne-Bach-Preis der Evangelischen Kirchengemeinde ausgezeichnet, der zum ersten Mal verliehen wurde. Zaphne Stretton ist das Gesicht der Städtepartnerschaft Cannock-Datteln.

Fotos: Silke Wilhelm-Mämecke

Außerdem ist sie seit Jahrzehnten offizieller Town-Twining-Officer des Council of Cannock Chase – ein Ehrenamt, das sie ausfüllt, seit sie vor zwei Jahrzehnten zum ersten Mal Bürgermeisterin in Cannock war. 

Als Bürgermeisterin kam sie auch zum ersten Mal nach Datteln – und hat damals zum ersten Mal die britische Insel verlassen.

Das Bild zeigt verschiedene Personen in der Lutherkirche.

Seither stellte sich heraus, dass sie die richtige Frau für diese Aufgabe war: Die Städtepartnerschaft zwischen ihrer Heimatstadt Cannock und der Partnerstadt Datteln war ihr in all den Jahren ein besonderes Anliegen, das sie mit viel Herz, aber auch mit Verstand ausgefüllt hat.

Motor der Städtepartnerschaft zwischen Cannock und Datteln

Seitdem hat sie kaum ein Jahr ausgelassen, Datteln zu besuchen. Mit den Jahren wurde sie zum Motor der Beziehungen zwischen den beiden Städten, hat sie gefestigt und ausgebaut. Cannock und Datteln hatten sich von Anfang an – also schon 1971 – vorgenommen, sich über ihre unterschiedlichen Kulturen auszutauschen. Aber auch das Verständnis zwischen den Völkern zu fördern.
Die Versöhnung sollte voranschreiten und es sollte Frieden zwischen den ehemaligen Feinden der beiden Weltkriege geschlossen werden.

Vor allem Letzteres, den Frieden mit dem alten Feind zu schließen, fiel Zaphne Stretton sehr leicht durch die Begegnung mit den Dattelnerinnen und Dattelnern. Alle Vorurteile, die sie jemals gegen Deutsche gehabt haben mag, haben sich in herzliche Zuneigung verwandelt.

Vorbildlicher Einsatz für die europäische Integration

Ihr unermüdlicher Einsatz für die europäische Integration und für die deutsch-englische Völkerverständigung ist vorbildlich. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Brücke zwischen Cannock und Datteln noch immer vorhanden ist. Sie existiert nicht nur institutionell, sondern stellt auch eine lebendige Verbindung dar. Beides zusammen macht sie zu einer starken Bindung, die heute mehr denn je erforderlich ist.

Zaphne Stretton erhält den Etienne-Bach-Preis für Bürgerengagement, weil sie sich in besonderer Weise für die Völkerverständigung und für die Freundschaft unter den Völkern eingesetzt hast. Weil sie Brücken gebaut hat, die andere später wie selbstverständlich nutzen.

Friedensstiftendes Potenzial der Europäischen Gemeinschaft

Es gibt aber auch einen zweiten, aktuelleren und viellicht sogar wichtigeren Grund, dass gerade sie diesen Preis bekommt: Sie hat sich um Europa bemüht, hat erkannt, welches friedensstiftende Potenzial diese Gemeinschaft fernab aller wirtschaftlichen Vorteile und Verflechtungen hat.

Das ist nicht die erste Auszeichnung für Zaphne Stretton. 2010 hat sie von Königin Elisabeth II. – aus der Hand von Prinz Charles – den Orden des Britischen Empires erhalten. Eine Auszeichnung, die sie für zahlreiche andere Verdienste bekommen hat – vor allem im sozialen Bereich. Dort war sie immer diejenige, die da hingegangen ist, wo es weh tat. Zum Beispiel ihr Einsatz für Menschen mit Behinderung. Und neuerdings auch für Demenzkranke.

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