Verdachtspunkte Frankfurter Straße
In Datteln hat es das noch nicht gegeben, dass eine so große Anzahl von Verdachtspunkten an einem Tag untersucht wird: Am Mittwoch, 20. Mai 2026, überprüft der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg an der Frankfurter Straße sechs Verdachtspunkte.
Dort könnten im schlimmsten Fall sechs Blindgänger liegen, die entschärft werden müssen. Das Ordnungsamt geht davon aus, dass eine Evakuierung schon vormittags startet, sollte ein Blindgänger gefunden wird, der entschärft werden muss. Es könnte ein langer Tag werden …
„Wir haben uns lange und ausgiebig beraten und sind zu dem Schluss gekommen, dass es am sinnvollsten ist, grundsätzlich von einen 500-Meter-Radius auszugehen“, sagt Dirk Rogge, Ressortleiter Sicherheit und Ordnung. „Das hat den Vorteil: Die Anwohnerinnen und Anwohner wissen von Anfang an Bescheid, ob sie im Falle einer Evakuierung betroffen sind. Außerdem haben wir in diesem Bereich eine höhere Wahrscheinlichkeit, einen größeren Blindgänger bzw. einen Blindgänger mit Langzeit-Zünder zu finden.“
Wird ein Kampfmittel gefunden, das entschärft werden muss, müssen knapp 3.300 Personen evakuiert werden, außerdem wird die Castroper Straße (B 235) zwischen Meisterweg und Neuer Weg gesperrt. Im Evakuierungsbereich liegen zudem das Familienbüro Süd, die Böckenheckschule und zwei Kitas (Kath. Tageseinrichtung St. Marien und Familienzentrum Johanniter-Kinderhaus).
Eine Karte mit dem 500-Meter-Radius und ein Verzeichnis der Straßen mit den entsprechenden Hausnummern finden Sie auf dieser Seite.
Bei einer Evakuierung stehen der Stadtverwaltung viele Hilfsdienste zur Seite. Die Polizei unterstützt die Stadtverwaltung zusätzlich bei der Verkehrslenkung.
❓ Wie erfahren Sie, dass es zu einer Entschärfung kommt?
❗ Mitarbeiter*innen der Stadt Datteln werden an allen Wohnungen und Häusern klingeln, die geräumt werden müssen. Außerdem informieren wir Sie über auf der Startseite von www.datteln.de, über Facebook und Instagram sowie über die Warn-App Nina. Außerdem informieren wir die Medien.
❓ Wie lange kann die Entschärfung inklusive Evakuierung dauern, wenn ein Blindgänger gefunden wird?
❗ Das lässt sich leider nicht abschätzen. Es gab Entschärfungen, bei denen die Bürger*innen nach zwei bis vier Stunden wieder zurück in ihre Wohnungen konnten. Evakuierung und Entschärfung können sich aber auch bis in die Abendstunden ziehen. Die Dauer hängt auch von Beschaffenheit und Zustand des Zünders ab. Mitentscheidend ist vor allem, dass die Anwohner*innen zügig ihre Häuser verlassen, nachdem sie vom städtischen Personal darauf hingewiesen wurden.
❓ Wo können Sie sich bei einer möglichen Entschärfung aufhalten?
❗ Die Stadtverwaltung stellt Aufenthaltsräume für Anwohner*innen bereit, die nicht die Möglichkeit haben, sich während einer möglichen Entschärfung bei Verwandten, Freunden oder Bekannten aufzuhalten.
❓ Woher erfahren Sie, dass Sie nach einer möglichen Entschärfung wieder nach Hause können?
❗ Wir informieren Sie über die Startseite von www.datteln.de, über Facebook und Instagram sowie und über die Warn-App Nina. Außerdem informieren wir die Medien.
- Wenn Sie das Haus wegen einer Bombenentschärfung verlassen, denken Sie bitte daran, dass es mehrere Stunden bis zu Ihrer Rückkehr dauern kann.
- Nehmen Sie wichtige Medikamente und Ihre Ausweispapiere mit.
- Versorgen Sie Ihre Haustiere ausreichend oder nehmen Sie sie mit.
- Bitte verlassen Sie Ihr Haus zeitnah, wenn Sie von den Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung darum gebeten werden. Wenn Sie sich weigern, verzögern Sie den Beginn der Bombenentschärfung, verlängern unnötig die Dauer der Abwesenheit für alle und verärgern damit Ihre ebenfalls betroffenen Nachbar*innen. Wenn Sie das Haus nicht verlassen, obwohl Sie dazu aufgefordert werden, kann das mit einer Geldstrafe geahndet werden, die mitunter im vierstelligen Bereich liegen kann (Straftatbestand).
Wenn Sie absehen können, dass Sie im Falle einer Evakuierung einen Kranken- oder Liegendtransport benötigen, melden Sie sich bitte vorab telefonisch unter 02363/107-400 - spätestens am 20.5.2026 morgens!
Zu den mobilitätseingeschränkten Personen zählen alle, die Hilfe bei der Evakuierung benötigen, weil sie zum Beispiel auf einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen oder bettlägerig sind. Das Verzeichnis mit den Straßen und Hausnummern finden Sie auf dieser Seite.
Wenn Sie Fragen haben, erhalten Sie am Tag der Überprüfung des Verdachtspunkts weitere Infos unter der Telefonnummer 02363/107-400 zu den Öffnungszeiten des Rathauses.
Als Aufenthaltsraum während einer möglichen Evakuierung stehen das Feuerwehrgerätehaus in Horneburg und Stadthalle für alle Anwohner*innen bereit, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können oder keine andere Möglichkeit haben, sich aufzuhalten.