Rathaus: Erst Sanierungsarbeiten, dann kommt die Schwammstadt: Arbeiten am Mauerwerk haben begonnen – Land NRW und Lippeverband fördern naturbasierte Gestaltung des Rathausumfelds
113 Jahre hat das Rathaus mittlerweile auf dem Buckel. Nach einer so langen Zeit ist es zwingend erforderlich, dass das Mauerwerk im Keller erneuert bzw. abgedichtet wird. Diese Sanierungsarbeiten haben im März begonnen. Für die Durchführung dieser Arbeiten müssen die Parkplätze (Norden, Haupteingang) teilweise und zeitweise gesperrt werden.
Wenn die Arbeiten im Außenbereich abgeschlossen sind, folgen voraussichtlich Ende März, Anfang April 2026 die ersten vorbereitenden Arbeiten an den Außenanlagen für die geförderte naturbasierte Rathausumfeldgestaltung, die voraussichtlich Ende Juli 2026 abgeschlossen werden.
Im Herbst wird die Fassade begrünt und Rasen eingesät, außerdem werden Sträucher und Bäume gepflanzt. Geplant ist, dass rund 2.700 Quadratmeter Dach- und Parkplatzflächen von der Kanalisation abgekoppelt werden. Das Regenwasser von diesen Flächen soll künftig nicht mehr unnötig in die Kläranlage fließen. Es wird stattdessen über offene Rinnen in Mulden, Rigolen und Versickerungsflächen geleitet.
Entsiegelung und der Einbau von versickerungsfähigem Pflaster tragen außerdem dazu bei, dass Regenwasser nicht in den Kanal fließt. Zusätzlich werden unterirdische Wasserspeicher (Rigolen und Zisternen) gebaut, die unter anderem helfen, den alten Baumbestand auf dem Gelände zu bewässern und damit zu erhalten – alles im Sinne des so genannten Schwammstadt-Prinzips, bei dem die städtische Infrastruktur Regenwasser wie ein Schwamm aufsaugt und nach und nach abgibt. Und es gibt noch mehr Grün: Rund 400 Quadratmeter der Rathausfassade werden bodengebunden bepflanzt, die Bewässerung erfolgt über Regenwasser, das in einer Zisterne aufgefangen wird.
Es handelt sich um eine 100-prozentige Förderung des Landes NRW und der Emschergenossenschaft bzw. des Lippeverbandes