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Mehrere Personen schneiden ein schwarz-rot-goldenes Band auf dem Dattelner-Meer-Bogen durch.
Schnitten das schwarz-rot-goldene Band zur Eröffnung der B 474n durch (v. l.): Thorben Roeloffs (Straßen.NRW-Projektleiter), Josef Hovenjürgen (Landtagsabgeordneter), NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, Bürgermeister André Dora, Lisa Kapteinat (Landtagsabgeordnete), Waltrops Bürgermeister Marcel Mittelbach und die erste stellvertretende Landrätin Martina Eißing.

Dattelner Teil der B 474n feierlich für den Verkehr freigegeben

Heute wurde die B 474n feierlich für den Verkehr freigegeben. Östlich der Dattelner Innenstadt kann der motorisierte Verkehr künftig auf vier Kilometern über die Ortsumgehung rollen. Vor allem die Münsterstraße und der Ostring werden so vom Durchgangsverkehr entlastet. Das Dattelner Teilstück wird über insgesamt drei Brückenbauwerke geführt. Das markanteste davon ist der „Dattelner-Meer-Bogen“ über den Dortmund-Ems-Kanal. Planung und Bau der Straße wurden mit Bundesmitteln in Höhe von rund 50 Millionen Euro finanziert. 

Bürgermeister André Dora begrüßte alle Anwesenden, aber besonders Waltrops Bürgermeister Marcel Mittelbach, dessen Anwesenheit zeige, "wie eng Datteln und Waltrop eigentlich sind". Dora bedankte sich auch bei den Juristen, die das 10 Jahre dauernde Gerichtsverfahren gegen die B 474n begleitet haben, das bis zum Europäischen Gerichtshof ging. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Planung für den Bau der Straße schon 2018 endlich rechtskräftig war. Die Verkehrsfreigabe der B 474n sei ein "großer Schritt in die richtige Richtung." Dora wies darauf hin, dass die Oldtimer, die nach den Eröffnungsreden über die Brücke fahren werden, ein H-Kennzeichen haben, "ich glaub, die Planung hier mittlerweile auch", fügte er hinzu.

Umfangreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen entlang der Trasse

Auf knapp zwei Kilometern entstanden dauerhafte Amphibienleiteinrichtungen in den Seitenbereichen der Straße, ein großes Stillgewässer, zwei Regenrückhaltebecken und ein Klärbecken. Vier Meter hohe Fledermausüberflughilfen dienen im südlichsten Abschnitt zugleich als Wildschutzzäune. Nördlich des Dattelner Meers wurden Bäume als Überflughilfen gepflanzt, dort wurden zusätzliche Wildschutzzäune hergestellt. Zu den Kompensationsmaßnahmen gehören weitere Maßnahmen wie die Aufforstung von zehn Hektar Wald und die Anlage einer Streuobstwiese.

Oldtimer sind die Fahrzeuge, die auf der B 474n fahren

Nach den Eröffnungsreden befuhren Oldtimer des Radio-und-Fernseh-Museums und des 50er-Jahre-Museums als erste die neue die neue Ortsumgehung. Im Laufe des Nachmittags wurde die zweistreifige Kraftverkehrsstraße für den allgemeinen Verkehr freigegeben.