„… und konnten es einfach nicht fassen“ Theaterstück über Erich Kästner und Thomas Mann mit Puppenspieler Töfte am 20. März in der Stadthalle – Internationale Wochen gegen Rassismus 2026
Puppenspieler Töfte bringt das Stück „... und konnten es einfach nicht fassen“ über Erich Kästner und Klaus Mann als Puppentheater im Foyer der Stadthalle auf die Bühne: am Freitag, 20. März 2026, ab 19 Uhr im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Tickets gibt es für 10 Euro in der Stadtbücherei und an der Abendkasse.
Zwei junge Literaten – Klaus Mann und Erich Kästner – eilen von Erfolg zu Erfolg. Nichts scheint sie aufhalten zu können und sie haben noch große Pläne. Doch dann wird das Jahr 1933 mit der Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler ein existenzieller Wendepunkt, der zu neuen, unvorhergesehenen Entscheidungen zwingt.
Für Klaus Mann und seine Schwester, die Schauspielerin und Kabarettistin Erika Mann, steht fest: „Die Luft im Dritten Reich ist für gewisse Lungen nicht zu atmen. In der Heimat droht Erstickungstod!“ Sie emigrieren und versuchen mit Büchern, Vorträgen, Rundfunkaufrufen und dem Kabarett 'Pfeffermühle' Einfluss zu nehmen und aufzuklären, nehmen die amerikanische bzw. britische Staatsbürgerschaft an und arbeiten dort für die Army.
Erich Kästner und seine Mutter Ida Kästner bleiben die gesamten 12 Jahre bis zum Kriegsende in Deutschland. Erich will als Schriftsteller Zeitzeuge sein. Obwohl er bei der Bücherverbrennung in Berlin zusehen muss, wie seine Bücher dem Feuer übergeben werden, sieht er es als seine Berufspflicht an, Augenzeuge zu bleiben und eines Tages schriftlich Zeugnis abzulegen. Andernfalls würde er sich später den Vorwurf der Feigheit machen.
Erich Kästner und Klaus Mann verdammen beide den Faschismus und gehen dennoch komplett verschiedene Wege. Sie kämpfen und resignieren, sie lachen und weinen, sie schreiben und schweigen und können es einfach nicht fassen.
Ein ernstes Thema wird mit spielerischer Leichtigkeit auf die Bühne gebracht
Die Mittel des Figurenspiels erlauben es dem Puppenspieler Töfte, dieses ernste Thema mit sinnlichen Bildern, spielerischer Leichtigkeit und überraschenden Ideen zu behandeln. Für feinen Humor sorgen die Texte von Erich Kästner und die Szenen der leidenschaftlichen Schauspielerin und Kabarettistin Erika Mann. Eindrucksvolle Tischfiguren und Objekte, geschickt ausgewählte Musik und Soundcollagen garantieren für Abwechslung und Spannung und bringen uns diese so unterschiedlichen Menschen nahe.