Image
Bürgermeister André Dora und die Mobilitätsbeauftragte Anja Althoff in Düsseldorf mit Minister Oliver Krischer

Datteln ist dabei: Fußverkehrs-Check NRW 2026

Datteln macht mit beim Fußverkehrs-Check: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde unsere Stadt vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als Teilnehmerin ausgewählt. Landesweit hatten sich 41 Kommunen beworben, 12 von ihnen erhielten den Zuschlag. Für die ausgewählten Kommunen ist der gesamte Check kostenfrei, die Finanzierung übernimmt das Land NRW.

Die so genannten Fußverkehrs-Checks liefern praxisnahe Analysen vor Ort, binden Bürgerinnen und Bürger aktiv ein und zeigen konkrete, schnell umsetzbare Maßnahmen auf, um Wege sicherer, attraktiver und barriereärmer zu gestalten. „Fußverkehrs-Checks“ sind ein Angebot des Zukunftsnetz Mobilität NRW, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung. 

Gemeinsam für bessere Bedingungen zu Fuß

Für einen professionellen Ablauf wird der gesamte Prozess von einem Fachbüro begleitet. Es moderiert die einzelnen Schritte, wertet die Ergebnisse aus und bereitet sie so auf, dass die Stadtverwaltung darauf aufbauend konkrete Maßnahmen entwickeln kann.

Das plant die Stadt Datteln für den Fußverkehrs-Check:

  • Mit dem Fußverkehrs-Check möchten wir den Einstieg in eine nachhaltige und zielgerichtete Fußverkehrsförderung schaffen. Ziel ist es der Frage nachzugehen, was eine fußgängerfreundliche Stadt konkret ausmacht und welche qualitativen Anforderungen an Infrastruktur, Sicherheit und Aufenthaltsqualität zu stellen sind.
  • Eine zentrale Grundlage bildet das Fokuskonzept Nahmobilität mit seinem definierten Hauptroutennetz für den Fußverkehr. Der Fußverkehrs-Check auf einem ausgewählten Abschnitt dieses Netzes, soll die vertiefende Bearbeitung anstoßen und konkrete Handlungsbedarfe identifizieren. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Basis, um die formulierten Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln und schrittweise umzusetzen.
  • Inhaltlich stehen dabei insbesondere die sichere Erreichbarkeit der Innenstadt mit der Fußgängerzone, Busbahnhof und des St.-Vincenz-Krankenhauses sowie die gute, komfortable und verkehrssichere Anbindung von Kindergärten, Schulen (Stichwort Schulwegsicherheit) und weiteren Infrastruktureinrichtungen im Fokus.

Das Bild zeigt (v. l.): Ulrich Hornig (Zukunftsnetz Mobilität der Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr), Anja Althoff (Mobilitätsbeauftragte der Stadt Datteln), Bürgermeister André Dora und Oliver Krischer (NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr)

Bewährte Methode für Kommunen

Seit 2019 bietet das Zukunftsnetz Mobilität NRW seinen Mitgliedern den „Fußverkehrs-Checks NRW“ an. Die bewährte Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – sie geben den Teilnehmenden vor Ort die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren. Es folgt eine Stärken-Schwächen-Analyse und die Erstellung eines Maßnahmenplans mit Prioritäten, die gemeinsam von Bürger*innen und Expert*innen erarbeitet werden.

Die verschiedenen Etappen werden von einem Planungsbüro begleitet, das die Veranstaltungen moderiert, die Themen bündelt und die Ergebnisse zusammenfasst. Zum Abschluss bekommt jede teilnehmende Kommune eine Auswertung und Handlungsempfehlung. Die Umsetzung ist freiwillig, das Zukunftsnetz Mobilität NRW berät die Kommunen auf Wunsch zur Generierung möglicher Fördermittel. Die Kosten werden vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Nordrhein-Westfalen übernommen.