"Tiny Forrest" im Möllerskamp: Miniwald ist ein wichtiger Beitrag zur Klimaresilienz
Auf etwa 900 Quadratmetern ist am Möllerskamp ein kleiner Wald entstanden, der besonders vielfältig ist. Dieser so genannte Tiny Forrest mit 1.700 Bäumen und Sträuchern wird künftig einen wichtigen Beitrag zur Klimaresilienz, zur Artenvielfalt und zur Verbesserung des lokalen Mikroklimas leisten.
Der Tiny Forest besteht aus heimischen Pflanzen, die ohne Pflanzanordnung gesetzt wurden, denn ‚,Chaos‘‘ ist gewünscht. Gemäß der Miyawaki-Methode wurden dabei 3 bis 5 Pflanzen pro Quadratmeter gepflanzt. Zusätzliche Unterstützung erhalten die Pflanzen durch nährstoffreiche, feuchte Erde.
Durch die ungewöhnlich dichte Anordnung konkurrieren die Pflanzen um das Sonnenlicht, Wasser und Nährstoffe. Dadurch wachsen sie viel schneller – durchschnittlich einen Meter pro Jahr. In zehn Jahren versorgt ein kompakter Wald die Umgebung mit frischem Sauerstoff, bindet CO2, schafft Lebensraum für Tiere, unterstützt die natürliche Kühlung und trägt zur Schwammstadt-Strategie Dattelns bei.
Drei Jahre lang wird die Fläche mit so genannter Entwicklungspflege begleitet, damit der Tiny Forrest optimal anwachsen kann. Dazu gehört unter anderem die Bewässerung in Trockenphasen, Ersatzpflanzungen, die Regulierung von Konkurrenzvegetation sowie eine Nachmulchung. Das erklärt auch die Kosten von 51.000 Euro für den Tiny Forrest im Möllerskamp, der im beschlossenen integrierten Klimaanpassungskonzept vorgesehen ist (im Konzept als "Pocket Park" bezeichnet).