"Mayors for Peace"-Flagge als sichtbares Zeichen für Frieden und nukleare Abrüstung
Zum Flaggentag am 7.8. weht die "Mayors for Peace"-Flagge vor dem Dattelner Rathaus - als sichtbares Zeichen für Frieden und nukleare Abrüstung. Gemeinsam mit über 617 Städten und Gemeinden in Deutschland und Tausenden Kommunen weltweit erinnert die Stadt Datteln damit an ein wegweisendes Gutachten des Internationalen Gerichtshofs und fordert neue Fortschritte bei der atomaren Abrüstung.
Vor genau 30 Jahren, am 8. Juli 1996, stellte der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag in einem Rechtsgutachten fest, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Zugleich bekräftigte das Gericht die Verpflichtung aller Staaten, Verhandlungen über eine vollständige nukleare Abrüstung zu führen und erfolgreich abzuschließen.
Auch drei Jahrzehnte später bleibt dieses Ziel aktuell. Nach Schätzungen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI verfügen die neun Atommächte weltweit weiterhin über rund 12.187 Atomsprengköpfe. Friedensforscher*innen warnen zudem vor einer neuen Dynamik des atomaren Wettrüstens.
Flaggentag als Zeichen für Frieden
Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, hissen die Mitgliedsstädte des internationalen Netzwerks Mayors for Peace am 8. Juli ihre Flaggen vor den Rathäusern. Mit dem jährlichen Flaggentag erinnern sie an das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs und setzen ein sichtbares Zeichen für nukleare Abrüstung, Frieden und internationale Verständigung.
Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 vom Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima gegründet. Das weltweite Städtenetzwerk engagiert sich insbesondere für die Abschaffung von Atomwaffen, greift aber auch aktuelle friedenspolitische Themen auf und fördert den internationalen Dialog.
Heute gehören dem Netzwerk 8.579 Städte in 166 Ländern und Regionen an, darunter 931 Städte in Deutschland. Rund 600 deutsche Mitgliedskommunen beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.