Kanalsanierung und Starkregenvorsorge: In Horneburg wird der Hauptsammler der Kanalisation saniert und eine Flutmulde gebaut – Baustart am 2.11.
Im Bereich Horneburger Busch und Schloss Horneburg beginnt am heutigen Montag, 2. November 2026, eine kombinierte Baumaßnahme, bei der der Hauptsammler in der Kanalisation saniert und dabei eine neue Flutmulde gebaut wird. Beide Maßnahmen wurden zusammengelegt, um das Waldstück möglichst wenig zu beanspruchen. Die Bauzeit ist witterungsabhängig und dauert vermutlich bis April 2027.
Sanierung des Hauptkanals
Der vorhandene städtische Mischwasserkanal wird unterhalb des bestehenden Erdwalls im Wald in offener Bauweise über rund 21 Meter erneuert. Anschließend wird die komplette 62 Meter lange Haltung (Verbindungsstrecke zwischen zwei Kanalschächten) im Schlauchlining-Verfahren* saniert. Die vorherige Erneuerung des Teilbereiches in offener Bauweise ist auf Grund der Schadensbilder erforderlich.
Bau der Flutmulde
Mit dem Bau einer Flutmulde soll der sensible Bereich „Im Ort“ bei Starkregenereignissen entlastet werden. Um dies zu erreichen, wird ein Graben erstellt, der von der Straße „Im Ort“ über Schloss Horneburg bis in den Horneburger Busch reicht. Bei extremen Starkregenereignissen soll dieses neue Grabensystem künftig einen Teil des Niederschlagswassers in den Waldbereich ableiten, um das Risiko von Schäden für die Bebauung „Im Ort“ zu reduzieren.
Baustelleneinrichtung
Die Baustelleneinrichtung befindet sich im Waldbereich. Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt über die Straße Im Haferkamp. Bis auf Oberflächenanpassungsarbeiten an der Straße „Im Ort“ werden alle Arbeiten im Wald bzw. auf dem Gelände des Schlosses Horneburg durchgeführt.
Ausführendes Unternehmen, Bauüberwachung und Bauoberleitung
Ausführendes Unternehmen ist die Firma Heinr. Schäper + Sohn Tiefbauunternehmung GmbH & Co. KG aus Witten. Die örtliche Bauüberwachung übernimmt das Planungsbüro Schubert GmbH aus Gelsenkirchen. Die Bauoberleitung hat der KSD-Bereich Stadtentwässerung.
*Schlauchlining-Verfahren
Beim Schlauchlining-Verfahren wird ein mit Harz getränkter Glasfaserschlauch durch den Kanal geführt und mit Druckluft aufgestellt, also gegen die Rohrwandung gedrückt. Das Material wird zum Aushärten mit UV-Licht bestrahlt. So entsteht im Altrohr ein neues Kunststoffrohr mit annähernd dem gleichen Durchmesser („Rohr-im-Rohr-System“).