Gemeinsame Sehnsucht nach Frieden: Bürgermeister André Dora besucht Kriegsgräberstätte nahe Dattelns Partnerstadt Cannock – Auf Einladung der Deutschen Botschafterin
Die Deutsche Botschafterin in London Sabine Baumann und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatten Bürgermeister André Dora zur Einweihung des erneuerten Besucherzentrums der Deutschen Kriegsgräberstätte im Waldgebiet Cannock Chase eingeladen. So brachte die Botschafterin die Wertschätzung des Auswärtigen Amts für Städtepartnerschaften zum Ausdruck, die täglich Diplomatie auf kommunaler Ebene leisten.
André Dora legte zu diesem Anlass einen Kranz an der Kriegsgräberstätte nieder, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gemeinsam mit der Commonwealth War Graves Commission betreibt. Auf einer Karte brachte er das gemeinsame Gedenken der Partnerstädte Cannock und Datteln an 55 Jahre Versöhnung und Freundschaft in Erinnerung und betonte die gemeinsame Sehnsucht nach „Frieden über den Gräbern“ – das zentrale Motto des Volksbundes.
Der gesamte Irrsinn des Krieges wurde anhand von Einzelschicksalen von Teilnehmer*innen des internationalen Jugendaustausch-Programms im Rahmen der Wiedereinweihung verdeutlicht. „Besonders hat mich beeindruckt, wie sehr sich die jungen Leute engagiert und eingebracht haben“, blickt Bürgermeister André Dora zurück. „Dabei war es bewegend zu sehen, wie authentisch die jungen Menschen davon berichten konnten, dass sich durch die Arbeit im Camp die anfänglich große unpersönliche Anzahl von Opfern nach und nach zu persönlichen Biografien verdichtet hat.“
Prinzessin Anne, die der Zeremonie als Ehrengast des Englischen Königshauses beiwohnte, betonte nochmals, wie nahe sich die Menschen in Deutschland und Britannien heute kulturell stehen. Rückblickend sei jedermann und jedefrau über diesen sinnlosen wie mörderischen Bruderkrieg erschüttert – und nannte als Beispiele die menschenvergessenen Bombenabwürfe in Dresden und Coventry, mit denen der Widerstandswille der Bürger*innen gebrochen werden sollte.