Hermann-Grochtmann-Museum

 

Herzlich willkommen in der Geschichte Dattelns!

Das Hermann-Grochtmann-Museum und das Stadtarchiv sind für alle da, die sich für die Geschichte unserer Stadt interessieren. Zahlreiche Publikationen informieren Sie über die Historie Dattelns.

Außerdem bietet das Hermann-Grochtmann-Museum übers Jahr verteilt einige Veranstaltungen an - unter anderem städtische Führungen oder Fahrten zu Ausstellungen.

Dr. Hermann Grochtmann

Das Hermann-Grochtmann-Museum befindet sich im ehemaligen Dorfschultenhof und verfügt über eine umfangreiche Sammlung zur Stadtgeschichte. Das Gebäude liegt neben dem Rathaus, war früher ein stattlicher Bauernhof im Stil eines westfälischen Hallenhauses und steht heute unter Denkmalschutz.

1969 wurde das Museum nach Dr. Hermann Grochtmann (Bild links) benannt, der am Städtischen Gymnasium - dem heutigen Comenius-Gymnasium - Oberstudienrat für Geschichte, Latein und Griechisch war und nebenbei die Geschichte Dattelns erforschte. Er wurde am 2. September 1897 in Spexard bei Gütersloh geboren und verstarb am 8. Mai 1968.

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Sonntag durchgehend von 10 Uhr bis 18 Uhr
Eintritt frei!

Dreischiffiges Hallenhaus in Fachwerkbauweise
Fachwerkhaus am Herrmann-Grochtmann-Museum

Das fast zweihundert Jahre alte westfälische Bauernhaus wurde 1809 als dreischiffiges Hallenhaus in Fachwerkbauweise auf einem der mutmaßlich ältesten Hofgrundstücke Dattelns errichtet. Seit 1911 im Besitz der Gemeinde Datteln, beherbergt es seit 1927 erste kulturgeschichtliche Sammlungen. 1936 wird es städtisches Museum, 1988 wird es nach mehrjähriger Renovierung in der heutigen Konzeption neu eröffnet.

Ein Rundgang durch das Museum erschließt dem Besucher folgende Ausstellungsthemen: vor- und frühgeschichtliche Funde aus Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit veranschaulichen das Leben unserer Vorfahren in prähistorischer Zeit.

Die Geschichte der Landgemeinde Datteln vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert wird im Erdgeschoss durch die Schwerpunkte Kirchengeschichte einerseits und Handel und Handwerk andererseits dargestellt. Das Obergeschoss bietet eine Zeitreise durch die jüngere Industriegeschichte der Bergbaustadt Datteln, von der ausgehenden Kaiserzeit über die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis hin zur Nachkriegszeit mit Wiederaufbau und Wirtschaftswunderjahren.

Die ältesten Gussstahlglocken Deutschlands
Dieses über 100 Jahre alte Uhrwerk stammt aus der Dattelner St.-Dominikus-Kirche in Meckinghoven. Der Dattelner Uhrmachermeister Helmut Hülsdau hat das Uhrwerk vor ein paar Jahren zum Schrottpreis erstanden und zusammen mit dem Feinmechaniker Emil Steiner liebevoll in über 6.000 Stunden restauriert und dem Hermann-Grochtmann-Museum anschließend als Dauerleihgabe überlassen. Hergestellt wurde das Uhrwerk beim Uhrmachermeister Vortmann in Recklinghausen.

Im Hermann-Grochtmann-Museum befinden sich die ältesten Gussstahlglocken Deutschlands. Das hat Gertrud Ritter, Vorsitzende des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln 1922 e. V., nach jahrelangen Recherchen herausgefunden. Die Glocken wurden 1845 im damals gerade erst entwickelten Stahlformgussverfahren gefertigt. Nach Stationen in verschiedenen Kirchen versahen sie von 1949 bis 1967 in der Friedenskirche am Schiffshebewerk ihren Dienst.

Veranstaltungen

Mit zahlreichen Veranstaltungen bietet das Hermann-Grochtmann-Museum seinen Besuchern immer wieder etwas Neues: Neben Ausstellungen und Museumsführungen können zum Beispiel auch Stadtführungen vereinbart werden, auf Wunsch auch in englischer und französischer Sprache. In den Wintermonaten finden im Museumssaal Diavorträge, Lesungen, Konzerte, Kabarett- und Theateraufführungen statt.

Grabhügel
Grabhügel im Wald
In der warmen Jahreszeit bietet das Museum naturkundliche und kulturgeschichtliche Exkursionen, vorzugsweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der näheren Umgebung - zum Beispiel zu den Grabhügeln in der Haard. Einmal im Jahr finden eine mehrtägige Wanderung sowie eine längere Radtour statt. Infos bei Rosemarie Schloßer unter 02363/107-362. 

Datteln anno 1147
Das Bild zeigt eine Szene beim jährlich stattfindenden mittelalterlichen Dorffest Anno 1147.

Jedes Jahr am Wochenende nahe der ersten urkundlichen Erwähnung Dattelns - am 17. Juni 1147 - findet am Museum das mittelalterliche Dorffest Anno 1147 statt. Gewandete und nicht gewandete Gäste lassen sich bei freiem Eintritt auf eine Zeitreise in die Epoche des hochmittelalterlichen Zweiten Kreuzzuges entführen. Anno 1147 setzt sich durch seine Familienfreundlichkeit und einen bewussten Bezug zum historischen Datum deutlich von anderen Veranstaltungen ab.

Wenn Sie weitere Informationen über diese Veranstaltung wünschen, schreiben Sie einfach eine E-Mail an: geschichte@stadt-datteln.de.

Museum mit angeschlossenem Backhaus

Hervorragendes Steinofenbrot liefert der Backofen des alten Backhauses neben dem Museumsgebäude. Mehrmals im Jahr - zum Beispiel beim Landfrauenmarkt im Mai und am Internationalen Denkmaltag im September - finden die Erzeugniss des Museumsbackhauses reißenden Absatz.

Das alte Backhaus neben dem Hermann-Grochtmann-Museum.

Dieses Museumsfest findet immer am zweiten Septemberwochenende statt, in Anlehnung an den Internationalen Denkmaltag. Am Programm wirken dann besonders jene Vereine aktiv mit, zu denen das Hermann-Grochtmann-Museum das Jahr über gute Kontakte hält, wie der Dattelner Kunstkreis, der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein, der Fotoclub "Creativ 92", der Künstlertreff Datteln und andere.

Heiraten im Kaminzimmer

Trauung im Kaminzimmer des Hermann-Grochtmann-Museums

Als Besonderheit bietet das Hermann-Grochtmann-Museum das passende Ambiente für die anspruchsvollere Trauung: Im Kaminzimmer führt das Standesamt einmal monatlich freitags und samstags Trauungen durch. Weitere Informationen erhalten Sie beim Standesamt unter Tel. 02363/107-233 oder 107-436.

So erreichen Sie das Hermann-Grochtmann-Museum:

Mit dem Auto: von der A 2, Ausfahrt Henrichenburg, auf der B 235 (Richtung Olfen) bis Hafenstraße, der Beschilderung zum Rathaus folgen. Parkmöglichkeiten direkt hinterm Gebäude (neben der Postfiliale) sowie am benachbarten Rathaus.
Mit dem Bus: Nehmen Sie die Linien 280 bzw. 281 oder den Städteschnellbus SB 24 bis zu den Haltestellen "Postamt" bzw. "Lohbusch".

Veröffentlichungen

Wenn Sie sich nach Ihrem Museumsbesuch weiter mit der Dattelner Geschichte beschäftigen möchten, werden Sie sicher unter den zahlreichen Publikationen der stadtgeschichtlichen Sammlungen fündig. Bücher und andere Artikel erhalten Sie im Museum während der Öffnungszeiten. Eine Bestellung auf Rechnung ist auch möglich.

Kontakt

Stadt Datteln
Rosemarie Schloßer (Museumsleiterin)
Genthiner Straße 7
45711 Datteln
Tel.: 02363/107-362
E-Mail: geschichte@stadt-datteln.de


Das Hermann-Grochtmann-Museum gehört zum Fachbereich Kultur, Schulverwaltung, Sport
Fachbereichsleiter: Matthias Dekker
Tel.: 02363/107-367
E-Mail: matthias.dekker@stadt-datteln.de

Wissen für Schüler
Grundschullehrerin Margret Fischer (Gustav-Adolf-Schule) schreibt in ihrer Freizeit kindgerechte Sachtexte. Im Rahmen eines ihrer Unterrichtsprojekte entstand mit Kindern eine Geschichte der Stadt Datteln für Kinder.