Vorbeugende Maßnahmen gegen Eichenprozessionsspinner-RaupenGrößter Kanalknotenpunkt der Welt | Stadt Datteln

Vorbeugende Maßnahmen gegen Eichenprozessionsspinner-Raupen
Das Bild zeigt Eichenprozessionsspinner-Raupen auf einem Blatt.

4.2.2020 - Über 500 Meldungen über Nester mit Eichenprozessionsspinner-Raupen gab es im vergangenen Jahr. Die Stadtverwaltung möchte das Aufkommen dieser Tiere, deren Härchen allergieauslösend sind, verringern. Für dieses Jahr sind deshalb Vorbeugemaßnahmen geplant.

Auf städtischen Großflächen wie auf dem Hauptfriedhof wird von April bis Mai – also während der ersten drei Larvenstadien – das biologische Mittel Neem Protect in die Bäume geblasen. Dadurch sollen die Larven absterben. Dieses Verfahren soll auch am Oelmühlenweg und am Natroper Weg angewandt werden – allerdings nur dort, wo ein ausreichend großer Abstand zur Wohnbebauung vorhanden ist.

Nistkästen für natürliche Feinde

In einer Privatinitiative bauen die Anwohner*innen des Oelmühlenwegs etwa 100 Nistkästen für Meisen, die die Raupen auf ihrem Speiseplan haben. Mitarbeiter*innen des Betriebshofs hängen die Kästen auf. Der Naturschutzbund Deutschland hat ebenfalls Kontakt mit der Stadtverwaltung aufgenommen und wird 60 Nistkästen an stark befallenden innerstädtischen Standorten aufhängen. Die Standortwahl wird mit der Stadtverwaltung abgesprochen.

„Aktuell liegen uns leider keine Erfahrungswerte für den Einsatz von Nistkästen vor“, sagt Frank Kuhs, Leiter des Kommunalen Servicedienstes, „wir unterstützen diese Maßnahme aber gerne, weil wir so auf jeden Fall unsere heimischen Singvögel unterstützen.“

Städtische Eichen werden untersucht

Im innerstädtischen Bereich wird der Betriebshof weiterhin auf Mitteilungen der Bürger*innen reagieren und Nester von einem Privat-Unternehmen absaugen lassen. Außerdem werden die städtischen Eichen fortlaufend untersucht.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich der Bestand der Eichenprozessionsspinner nur bedingt einschränken lässt. Denn der Großteil der Tiere lebt an Waldrändern, an Feldern und in privaten Gärten, wo die städtischen Maßnahmen nur bedingt greifen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Falter einen Wirkungsradius von rund 500 Metern haben, die Raupen also auch in diesem Umkreis auftreten können.