Schnelles Internet auf dem Land: Frist zur Interessensbekundung verlängert
Das Bild zeigt Internetkabel.

8.3.2019 - Vier Wochen mehr Zeit bleibt all den Dattelnerinnen und Dattelnern, die im Außenbereich wohnen und sich noch nicht entschieden haben, ob sie am privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau mit der Muenet GmbH teilnehmen möchten. Die Frist zur Interessensbekundung endet nun am Sonntag, 31. März 2019, also etwa einen Monat später als ursprünglich geplant.

„Damit niemand zurückbleibt und sich alle Bürgerinnen und Bürger umfassend informieren können, haben wir gemeinsam mit den Breitbandkoordinatoren des Kreises beschlossen, die Interessenbekundungsfrist für den Ausbau mit der Muenet zu verlängern“, erklärt Dattelns Wirtschaftsförderer Stefan Huxel.

Viele Anfragen bei den Breitbandkoordinatoren eingegangen

Seit Wochen gehen täglich zahlreiche Anfragen bei den Breitbandkoordinatoren des Kreises Recklinghausen aus Datteln ein. Hauptsächlich möchten die Dattelner wissen, ob ihre Adresse im Fördergebiet liegt. Denn dann bekommen Sie kostenlos einen über Fördermittel des Bundes und des Landes NRW finanzierten Glasfaseranschluss bis ins Haus (FTTH, fibre to the home).

Im Frühjahr beginnt das große "Buddeln"

Ende Februar haben der Kreis Recklinghausen mit der Deutschen Telekom den Vertrag unterzeichnet, die für den Ausbau auch in Datteln beauftragt wurde. Noch im Frühjahr soll mit den Tiefbauarbeiten für das Glasfasernetz begonnen werden. Dann werden auf www.kreis-re.de/breitband weitere Informationen veröffentlicht.

Privatwirtschaftlicher Glasfaserausbau

Diejenigen, die nicht von dem Förderprogramm profitieren, sollen nicht abgehängt werden. Daher haben die Dattelner Wirtschaftsförderung und der Landwirtschaftliche Ortsverein Datteln mit der Muenet GmbH ein Unternehmen gefunden, das den privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau dort anstrebt, wo eine Förderung nicht möglich ist.

Konzept: Außenbereich in Polygone aufteilen

Das Konzept der Muenet sieht vor, dass der zu erschließende Außenbereich in so genannte Polygone aufgeteilt wird, in denen jeweils etwa 40 Haushalte liegen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Kommune, dem Landwirtschaftlichen Ortsverein und Anwohnern. Davon würden über 200 Adressen profitieren, die nicht im Gebiet liegen, das von der Bundes- und Landesförderung abdeckt wird.

70 Prozent der Haushalte erforderlich

So genannte Multiplikatoren werben für das Projekt und versuchen, möglichst viele Anwohner zur Teilnahme zu bewegen. Mindestens 70 Prozent der Haushalte müssen einen Vertrag abschließen, damit ein Glasfaserausbau zustandekommt. Ist dies der Fall, wird der Trassenverlauf mit Anwohnern geplant, die über entsprechende Ortskenntnisse verfügen. Hindernisse wie Gräben, Bäche oder Wälder seien nach Angaben von Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels kein Problem.

Spezialisierter Lohnunternehmer sollte die Glasfaserkabel verlegen

Prinzipiell ist es möglich, die Glasfaserkabel selbst zu verlegen. Aufgrund der Erfahrungen mit Projekten im Münster- und Sauerland – die Muenet versorgt mittlerweile rund 7.500 Haushalte mit schnellem Internet – wird empfohlen, für den Großteil der Arbeiten einen Lohnunternehmer zu beauftragen, der über einen speziellen Fuhrpark verfügt, so dass die Kabel auch bei ungünstigen Bodenverhältnissen problemlos verlegt werden können.

Kostenverteilung nach dem Solidaritätsprinzip

Die Kostenverteilung erfolgt nach dem Solidaritätsprinzip. Sie sind also für jeden Beteiligten gleich, unabhängig davon, wie viele Meter Glasfaserkabel verlegt werden müssen. Die Einmalkosten für den Anschluss belaufen sich nach Auskunft von Patrick Nettels auf 750 bis 1.400 Euro. Hinzu kommen die Verlegearbeiten, so dass mit Gesamtkosten von voraussichtlich unter 2.000 Euro gerechnet werden kann. „Das Gebiet ist relativ dicht besiedelt und hat daher kurze Distanzen zu den Häusern. Das führt zu geringeren Material- und Tiefbaukosten“, sagt Patrick Nettels.

Vertrag für Open-Access-fähiges Netz

Es schließt sich ein Vertrag über 24 Monate Laufzeit für einen Internetanschluss an. Zwei Tarife für Privatanwender sowie Business-Tarife werden angeboten. Anschließend handelt es sich um ein so genanntes Open-Access-fähiges Netz, über das auch andere Anbieter ihre Produkte anbieten können. Bei bestehenden Altverträgen könnte die Aktivierung des gelegten Anschlusses zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, so dass eine Doppelzahlung vermieden werden kann.

Breitbandbeauftragter nimmt Interessensbekundigungen an

Bis Sonntag, 31. März 2019, nimmt der Breitbandbeauftragte der Stadt Datteln, Stefan Huxel, Interessensbekundungen per E-Mail an stefan.huxel@stadt-datteln.de entgegen: All diejenigen, die sich für den Glasfaserausbau mit Muenet interessieren, geben bitte ihre Adresse, die Anzahl der Wohneinheiten bzw. gewünschten Anschlüsse sowie ihre Telefonnummer an.

Noch Fragen?

Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger beantwortet Stefan Huxel auch telefonisch unter Tel. 02363/107-295. Sollte die Anzahl der Interessensbekundungen ausreichen, wird zeitnah zu einem nächsten Koordinierungstermin geladen.

Breitbandkoordinatoren geben Auskunft

Vor der Interessensbekundung, darauf weist die Wirtschaftsförderung hin, sollten sich die Interessierten bei den Breitbandkoordinatoren des Kreises Recklinghausen erkundigen, ob sie eventuell in den Genuss des geförderten Glasfaserausbaus kommen: Breitbandkoordination Emscher-Lippe, WIN Emscher-Lippe GmbH, Tel. 02366/583 875-0; E-Mail: emscher-lippe@breitbandkoordination.de.



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