Gedenkstunde zur Pogromnacht im Dorfschultenhof
Das Bild zeigt den Dorfschultenhof.

6.11.2018 - Zum Gedenken an die unzähligen Opfer der Pogromnacht von 1938 findet am Freitag, 9. November 2018, ab 19.30 Uhr im Dorfschultenhof, Genthiner Straße 7, eine Gedenkstunde statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Veranstalter sind die Evangelische Kirchengemeinde Datteln, die Katholischen Kirchen in Datteln, der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln 1922, das Comenius-Gymnasium und die Stadt Datteln.

Bürgermeister André Dora wird die Ausstellung „Lust an der Lehre – Die Geschichte der Rabbinerfamilie Auerbach“ eröffnen, die mindestens bis Mitte Januar im Dorfschultenhof zu sehen sein wird. Gerda E. H. Koch, Evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Recklinghausen wird den Besucherinnen und Besuchern eine kurze Einführung in die Ausstellung geben.

Das WDR-Porträt über Michael Emge, den letzten Überlebenden in Deutschland, dessen Name auf Schindlers Liste stand, wird Theodor Beckmann vorstellen, Vorsitzender des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln 1922.

Die Pogromnacht

Am 9. November 1938 wurden jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand gesetzt, Tausende Juden misshandelt, verhaftet und getötet. Spätestens an diesem Tag war offensichtlich: Antisemitismus und Rassismus bis zum Mord waren staatsoffiziell geworden. Diese Nacht gab das verheerende Signal zum folgenschwersten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. Obwohl das Pogrom in Datteln am 10. November 1938 begann, findet die Gedenkstunde auch in unserer Stadt am bundeseinheitlichen Gedenktag 9. November statt.