April- und Maiwitterung begünstigt Vermehrung der Eichenprozessionsspinner
Das Bild zeigt Eichenprozessionsspinnerraupen

8.6.2018 - Wahrscheinlich hat der warme April und der warme Mai das Aufkommen des nicht ungefährlichen Eichenprozessionsspinners begünstigt. Betroffen sind vor allem Eichen im privaten und öffentlichen Grün, wobei in Wäldern sich der Befall auf Waldränder beschränkt. Es ist wichtig, dass Sie diese Bereiche meiden, weil die Härchen des Spinners unter anderem starke Hautreaktionen auslösen können.

Von den unscheinbaren Schmetterlingen geht keine Gefahr aus. Allerdings schießen die Raupen kleine, nicht sichtbare „Brennhaare“ ab. Kommen diese Haare mit der menschlichen Haut in Berührung, reagiert die Haut zunächst mit roten, juckenden Pusteln. Die Spitzen der Brennhaare bohren sich in die Haut und brechen danach ab, zum Beispiel beim Kratzen an den Pusteln oder beim Waschen. Durch die Bruchstelle wird das Nesselgift Thaumetopoein freigesetzt, das anschließend zu heftigen allergischen Reaktionen führt.

Werden die feinen Härchen eingeatmet, kann es zu Atembeschwerden wie Bronchitis und Asthma kommen.

Raupenbefall melden

Wenn Sie einen Eichenprozesissonsspinnerbefall auf einem öffentlichen Grundstück sehen, melden Sie dies bitte mit Fundort der Stadtverwaltung unter 02363/107-247 oder per E-Mail an internetredaktion@stadt-datteln.de. Nester auf privaten Grundstücken sollten ebenfalls gemeldet werden. Allerdings sind Sie selbst verpflichtet, die Raupennester entfernen zu lassen, wenn von Ihrem Grundstück eine Gefahr für die öffenltiche Sicherheit ausgeht. Unser Tipp: Beauftragen Sie am besten einen sachkundigen Schädlingsbekämpfer.