Schumannstraße: Blindgänger wird heute entschärft
Das Bild zeigt eine Baustellenabsperrung

2.2.2018 - An der Schumannstraße wurde ein Blindgänger gefunden. Das fünf Zentner schwere Kampfmittel hat einen Zünder und muss heute noch entschärft werden. Die Evakuierung im Radius von 250 Metern beginnt zeitnah. Eventuell noch heute Morgen.

Wenn Sie einen Kranken- oder Liegendtransport benötigen, rufen Sie bitte 107-400 an.

Als Unterkunft steht Ihnen während der Entschärfung das DRK-Haus an der Ahsener Straße zur Verfügung.

AKTUALISIERUNG, 11.09 Uhr: Es steht noch nicht fest, ob die B 235 gesperrt werden muss.

AKTUALISIERUNG, 11.31 Uhr: Die B 235 wird nicht gesperrt, allerdings müssen die Bewohner Castroper Straße 96-106, 122, 124, 132 ihre Häuser für die Zeit der Entschärfung verlassen.

AKTUALISIERUNG, 12.38 Uhr: Die Evakuierung beginnt voraussichtlich zwischen 12.45 und 13 Uhr. Halten Sie sich bitte bereit.

AKTUALISIERUNG, 14.03 Uhr: Die erste Evakuierungsrunde ist abgeschlossen. Die Kontrollrunde läuft.

AKTUALISIERUNG, 14.28 Uhr: Der Blindgänger muss fernentschärft werden. Das bedeutet, dass es einen Knall im Laufe der Entschärfung geben wird. Aber noch läuft die letzte Evakuierungsrunde.

AKTUALISIERUNG, 15.03 Uhr: Die Menschen in Hagem sind evakuiert. Die Entschärfung kann beginnen.

AKTUALISIERUNG, 15.40 Uhr: Der Blindgänger an der Schumannstraße ist entschärft. Sie können zurück nach Hause. Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Tag. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Die Straßen in folgendem Radius sind betroffen (roter Kreis)

Folgende Straßen sind betroffen (maßgeblich bleibt die Evakuierungskarte!):

An der Josefkirche 4, 8, 10, 12, 20 
Beethovenplatz
Castroper Straße 96-106, 122, 124, 132
Flotowstraße 1, 2, 4
Hagemer Binsenweide 1, 3, 5, 9, 11, 12, 13, 14, 17, 19, 23, 27
Hagemer Kirchweg 5-39, 14 - 44
Joh.-Seb.-Bach-Straße 1-11, 2-12
Johann-Strauß-Straße 22, 24
Leharstraße 1a-3, 2-8
Lortzingstraße 6, 8
Millöckerstraße 1, 2
Mozartstraße 2-44, 3-13
Schumannstraße
Wiesenstraße 35-43, 36-44
Zellerstraße 8

Wenn Sie in diesem Bereich wohnen, kann es sein, dass Sie für mehrere Stunden Ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Die Entschärfungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass das bis zum späten Abend dauern kann.

Bitte bereiten Sie sich vor

Planen Sie einen längeren Aufenthalt außerhalb Ihrer Wohnung bzw. Ihres Hauses ein. Überlegen Sie, was Sie mit Ihren Haustieren machen. Stellen Sie wichtige Medikamente und legen Sie Ihren Ausweis bereit.

Warum Bombenentschärfungen oft so kurzfristig stattfinden

Aktuell werden mehrere Verdachtspunkte in Datteln auf Blindgänger untersucht. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger beobachten diese Arbeiten und gehen davon aus, dass die nächste Bomben-Entschärfung kurz bevorsteht oder dass sich schon sagen lässt, wann es so weit ist. Das ist aber oft nicht der Fall. Aber warum ist das so?

Zuständig ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg. Er wertet Luftbilder aus und untersucht Blindgänger-Verdachtspunkte. Als Hinweise dienen Einschlaglöcher auf den Luftbildern. Ist ein Einschlagloch als Verdachtspunkt ausgewählt, wird der Bereich mithilfe magnetischer Oberflächendetektion und bei Bedarf mit Bohrlochdetektion untersucht.

Die Messergebnisse werten die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in Arnsberg aus und entscheiden, ob ein Verdachtspunkt aufgegraben wird. Diese Entscheidungen werden meist kurzfristig getroffen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Hinterlassenschaften des Krieges nicht nur in Datteln liegen, sondern in vielen Städten, all diese Aktionen müssen koordiniert werden. Liegt tatsächlich ein Blindgänger im Boden folgt eine Entschärfung und zuvor die Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner.

Datteln ist eine von vielen Städten, die mit den Überbleibseln des Krieges zu kämpfen hat. Grundsätzlich wird bei jedem Bauvorhaben überprüft, ob ein Blindgänger im Boden liegen könnte.

Weitere Infos zur Absuche von Blindgänger-Verdachtspunkten