Weihnachts- und Neujahrsgrüße von Bürgermeister André Dora
Das Bild zeigt Bürgermeister André Dora vor dem Dorfschultenhof

Liebe Dattelnerinnen und Dattelner,
liebe Bürgerinnen und Bürger,

der erste Schnee schon Anfang Dezember – da hat der ein oder andere bestimmt schon an eine weiße Weihnacht gedacht. Freuen wir uns einfach auf ein schönes Weihnachtsfest. Die Innenstadt ist ja längst mit weihnachtlicher Beleuchtung geschmückt, der Werbegemeinschaft sei Dank …

In diesem Jahr wurde aus dem Hermann-Grochtmann-Museum der Dorfschultenhof. Umgestaltung und Sanierung haben dem über 200 Jahre alten Gebäude gut getan – es ist richtig schön geworden. Und die VHS hat ein vortreffliches neues Zuhause gefunden. Werfen Sie doch mal einen Blick rein, wenn Sie in der Nähe sind. Falls Sie sich noch nicht an den neuen Namen „Dorfschultenhof“ gewöhnt haben, bin ich absolut bei Ihnen.

Sehr froh bin ich auch darüber, dass wir unsere Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Datteln um einen Wirtschaftsförderer erweitern konnten: Stefan Huxel wird künftig zusammen mit Dr. Petra Bergmann die heimische Wirtschaft unterstützen, Standortmarketing betreiben und die Unternehmensnetzwerke fördern. Das Themenspektrum reicht von der Vermittlung von Gewerbeobjekten über die Unterstützung bei Förderanträgen bis zur Vermarktung von Grundstücken. Gerade in diesen Bereichen können wir die großen Stärken von Datteln ausspielen: die gute Erreichbarkeit im Ruhrgebiet, Datteln als Kompetenzstandort für die Gesundheitswirtschaft und die baunahe Industrie.

Mittlerweile saniert ist die ehemalige Ruhrzink-Fläche, auf der sich Gewerbebetriebe mit einem Bedarf von mehr als 3.000 Quadratmetern niederlassen können. Damit möchten wir weitere Arbeitsplätze für und in Datteln schaffen. Die Vermarktung der Grundstücke beginnt voraussichtlich im Laufe des Jahres 2018.

Mit den Sportparks in Süd und in Mitte schlagen wir neue Wege in unserer Stadt ein. Wir fördern den Breitensport, stärken den Vereinssport und verbessern das Freizeitangebot. Der Förderbescheid für den Sportpark Mitte ist bereits im Rathaus eingegangen. Nachdem die Arbeiten in Süd abgeschlossen sind, beginnen wir im kommenden Jahr mit den Arbeiten für die neue Anlage an der Wiesenstraße: den Sportpark Mitte. Ich bin gespannt, wie Ihnen die neuen Anlagen gefallen werden.

Ein paar Worte zu den Baumaßnahmen in unserer Stadt: Viele haben sich über die Baustellen in Datteln aufgeregt. Dabei kam vieles zusammen: Kanalbau an der Castroper Straße, die Südring-Sanierung, die wir für Straßen.NRW durchführen. Und dann war kurzzeitig noch der Pahlenort gesperrt – ganz abgesehen von der Brücke am Schiffshebewerk (eine Maßnahme des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Duisburg-Meiderich) und von der Sanierung des Dümmerbachs (eine Maßnahme des Lippeverbands). Fakt ist: Nicht alle Baustellen gehen auf unser Konto – und manche wie die Verlegung von Glasfaserkabeln bringen uns in Zukunft einfach bessere Internetverbindungen im Stadtgebiet. Manche lassen sich auch einfach nicht vermeiden. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich die nächsten Baustellen besser über das ganze Jahr verteilen werden.

Für einen reibungsloseren Ablauf haben wir im Bürgerbüro gesorgt, indem wir diesen wichtigen Bürgerservice mit neuem Personal verstärkt haben. Als nächsten Schritt bauen wir das Bürgerbüro bürgerfreundlich um: mit abgetrennten Kundenplätzen, neuem Wartebereich und nummernbasiertem Aufrufsystem. Verstärkt wird in den nächsten Wochen auch die Bauordnung, so dass Bauanträge künftig etwas zügiger genehmigt werden können.

Weniger erfreut bin ich darüber, dass städtische Beschäftigte immer häufiger angepöbelt werden. Abgesehen davon, dass der Umgangston ohnehin etwas rauer geworden ist, frage ich mich: Wieso stehen Menschen, die jeden Tag ihr Bestes geben, derart unter Beschuss? Das gilt nicht nur für die Mitarbeiter der Verwaltung, sondern auch für Rettungsdienst und Feuerwehr. Wie wäre es denn, wenn wir immer erst einmal darüber nachdenken, ob wir auch so behandelt werden möchten, bevor wir andere Menschen an den Pranger stellen, beschimpfen oder diffamieren?

Besser als in den vergangenen Jahren stehen die städtischen Finanzen da. Von 2015 bis 2017 haben wir über 20 Millionen Euro an Kassenkrediten abgebaut. Gleichzeitig hat die Stadtverwaltung in diesem Jahr ihren 3. ausgeglichenen Haushalt mit Plus in Folge vorgelegt. Das ist ein großer Erfolg, der mich zuversichtlich in die Zukunft schauen lässt.

Wir möchten die neu gewonnene finanzielle Freiheit auch für Sie nutzen, liebe Bürgerinnen und Bürger. Deshalb habe ich die Schulleiterinnen und Schulleiter in Datteln angeschrieben und sie gebeten, mir einmal ihre Wünsche aufzulisten, was ihrer Meinung nach an den Schulen saniert, installiert oder auch repariert werden sollte. Dass der finanzielle Spielraum begrenzt ist, sollte uns allen klar sein. Aber auch mit kleinen Schritten lassen sich große Dinge bewirken.

Es ist schön, dass auch die neuen OGS-Räume an der Albert-Schweitzer-Schule zum Schuljahr 2018/2019 fertig werden. Weitere Betreuungsmöglichkeiten folgen: So werden wir im nächsten Jahr damit beginnen, neue Räume für die OGS an der Böckenheckschule und an der Meckinghover Schule zu bauen.

Gut für unsere Kinder ist auch die neue Gesamtschule, die als Teilstandort der Olfener Wolfhelmschule zum nächsten Schuljahr eröffnet werden soll. Das ist ein guter Beweis dafür, dass interkommunale Zusammenarbeit nicht nur möglich ist, sondern auch funktioniert. Wir stärken so den Schulstandort Datteln und auch unser bisher schon gutes Bildungsangebot. Im Sinne der kurzen Wege ist es einfach gut, wenn Dattelner Schülerinnen und Schülern auch weiterhin sämtliche Abschlüsse in unserer Stadt machen können.

Ein weiteres Beispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit ist die gemeinsame Zahlungsabwicklung der Städte Waltrop und Datteln: das Finanzzentrum Ostvest. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus beiden Städten haben ihre neuen Büroräume in der Kolpingstraße gerade erst bezogen. Ich würde mich freuen, wenn alle Beschäftigten dort vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Wieder sehr gelungen war das diesjährige Rathausfest im Licht, zu dem Tag für Tag mehr Besucherinnen und Besucher kamen. Einmal mehr bin ich auch begeistert vom neuen Programm des Kulturbüros. Qualitativ bietet es erneuert eine Steigerung und mit Till Brönner einen deutschen Künstler, der auch im Ausland sehr geschätzt wird.

Liebe Dattelnerinnen und Dattelner, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, liebe Ratsmitglieder,

Ihnen allen wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest. Für das nächste Jahr vor allem auch Gesundheit, Glück und viel Erfolg bei allem, was Sie sich vorgenommen haben. Ich danke all jenen, mit denen ich konstruktive Gespräche führen durfte. All denen, die uns auch in diesem Jahr nicht mit Kritik verschont haben, verspreche ich, dass wir auch im nächsten Jahr weiter daran arbeiten werden, besser zu werden. Damit Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger mit Ihrer Stadtverwaltung zufrieden sein können. Dass ich dafür auch Ihre Unterstützung benötige, können Sie sich denken. Ich hoffe, dass ich auf Sie zählen darf, damit Datteln weiterhin eine lebens- und liebenswerte Stadt bleibt, in der wir uns alle wohlfühlen.

Ihr André Dora

- Bürgermeister der Stadt Datteln -

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