Waltrop und Datteln arbeiten im Finanzzentrum Ostvest zusammen
Das Bild verschiedene Personen in  einem Büro des Finanzzentrums Ostvest.

20.12.2017 - Mehrere Hunderttausend Buchungen pro Jahr – allein das offenbart schon das große Potenzial für eine Kooperation der Städte Waltrop und Datteln: In dieser Woche hat das Finanzzentrum Ostvest seine Arbeit in der Kolpingstraße aufgenommen – mit 15 Beschäftigten aus Waltrop und Datteln.

Das Bild zeigt von links: Dattelns Kämmerer Hans-Jürgen Büker, Sabine Doellert, Waltrops Kämmerer Wolfgang Brautmeier, Dattelns Bürgermeister André Dora, Dorit Voßschmidt und Oliver Vortmann, Leiter des Finanzzentrums Ostvest.

„Diese Kooperation ist eine große Herausforderung für beide Städte, aber auch eine große Chance“, bewertet Bürgermeister André Dora die neue Zusammenarbeit. Die ersten Überlegungen gab es 2013. Damals schon waren beide Städte dem Stärkungspakt NRW verpflichtet, mussten einen Haushaltssanierungsplan aufstellen. Um das künftige Finanzzentrum auf sichere Füße zu stellen, wurde die Gemeindeprüfungsanstalt NRW ins Boot geholt. Und die rechnete vor, dass beide Städte durch eine Kooperation jeweils nicht nur eine Stelle, sondern mittelfristig zusammen etwa 130.000 Euro jährlich einsparen können.

Das Bild zeigt das Gebäude in der Kolpingstraße, in dem das Finanzzentrum Ostvest untergebracht ist.

Hinzu kommen praktische Vorteile: Das Team ist größer und damit flexibler. Denn in der Zahlungsabwicklung spielt die „Musik“ – wie man so schön sagt, da fließt das Geld in die Kasse der Stadt. Und wenn dort mehr Personen beschäftigt sind, lassen sich personelle Engpässe besser auffangen: „Wir können mit demselben Personal effizienter arbeiten“, sagt Dattelns Kämmerer Hans-Jürgen Büker, „und können wichtige Aufgaben mit guten Leistungen stärken.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Kolpingstraße 1 in frisch sanierte Räume eingezogen, sind guter Dinge und hoch motiviert. Und das ist auch gut so: „Wenn so ein komplexer Apparat wie die Zahlungsabwicklung interkommunal funktioniert, dann kann das auch in anderen Bereichen klappen“, sagt Waltrops Kämmerer Wolfgang Brautmeier. Weiteren Kooperationen wäre dann Tür und Tor geöffnet. Und das wäre im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, weil Kosten sinken und der Service aufrechterhalten werden kann.

Das Finanzzentrum Ostvest

Das Finanzzentrum Ostvest hat vor allem drei Aufgaben: die Zahlungsabwicklung, die die Einnahmen und Ausgaben steuert, die Vollstreckung, die die Gelder säumiger Schuldner einzieht, und die Verwaltung der Liquiditätskredite, mit der die Städte ihre Zahlungsengpässe überbrücken.