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Flaggentag der Mayors for Peace in Deutschland: Erinnerung an v√∂lkerrechtliche Verpflichtung zu Abr√ľstungsverhandlungen
Das Bild zeigt die weiß-grüne Mayors-for-Peace-Fragge am Rathaus

8.7.2021 - Ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen weht am heutigen Donnerstag am Rathaus: An diesem Tag wird die Stadt Datteln die „Mayors for Peace“-Flagge hissen. Die Stadt Datteln ist seit 2018 Mitglied des Netzwerks Mayors for Peace, dem rund 400 Bürgermeister*innen angehören. Den Flaggentag gibt es seit zehn Jahren.

„Frieden ist leider keine Selbstverständlichkeit, deshalb hat jeder einzelne von uns die Verpflichtung, sich jederzeit dafür einzusetzen, dass keine Kriege stattfinden“, sagt Bürgermeister André Dora. „Von den geschätzten 13.080 weltweit verfügbaren Atomwaffen geht weiterhin eine große Gefahr aus – wie groß, das haben 1945 die verheerenden Folgen der Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gezeigt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin an die Abschaffung von Atomwaffen appellieren.“

Mit der Flaggen-Aktion wird an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag (das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen) erinnert, das vor 25 Jahren am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Der IGH stellte damals fest, dass „eine völkerrechtliche Verpflichtung (besteht), in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“

Wer sind die Mayors for Peace?

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 7.900 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 680 Städte in Deutschland.

Mayors for Peace in Deutschland