Archiv | Stadt Datteln

News-Archiv

 

Bezirksregierung lehnt Bildung einer vierten Eingangsklasse an der Realschule ab

3.5.2021 - Für das Schuljahr 2021/2022 hatten sich an der Realschule 103 Schüler*innen angemeldet, inklusive sechs Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Bezirksregierung lehnt aber die Bildung einer vierten Eingangsklasse ab. Somit müssen in diesem Jahr für die fünften Klassen viele Schüler*innen abgelehnt werden, deshalb hat Bürgermeister André Dora Regierungspräsidenten Dorothee Feller angeschrieben.

Aufgrund der vielfachen Ablehnungen sieht Dora den Schulstandort „enorm“ geschwächt, weil die betroffenen Kinder nicht in der Sekundarstufe I beschult werden können, „was weder für das Gymnasium, noch für die Realschule oder die Gesamtschule gut ist“, schreibt Dora. 

Rat hat Vierzügigkeit der Realschule beschlossen

Der Rat der Stadt Datteln hatte am 18. September 2018 die Vierzügigkeit für die Realschule beschlossen. „Leider hatte die Bezirksregierung ihre Genehmigung hierzu versagt“, schreibt Dora und weist darauf hin, dass das Verfahren „im Rahmen einer persönlichen Anhörung am 24.10.2019 bei der Bezirksregierung“ zunächst ausgesetzt wurde.

Sechs Kinder sind noch nicht angemeldet

Die Schulverwaltung der Stadt Datteln geht davon aus, dass weitere Mädchen und Jungen bis zum Sommer an der Realschule angemeldet werden. Es erfolgen häufig Zuweisungen von Kindern ohne oder mit nur geringen Deutschkenntnissen, da für den Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht an der Realschule genügend Ressourcen zur Verfügung stehen. Außerdem sind sechs Kinder noch gar nicht angemeldet.

Schulleiter Frank Bernhard erwartet zudem, dass Kinder auf Grund der Corona-bedingten schwierigen Unterrichtssituation freiwillig die Klasse 5 wiederholen werden. 

Abgelehnte Schüler*innen müssen Schulen in Nachbarstädten besuchen

Dora weist darauf hin, dass Schüler*innen, die abgelehnt werden, eine Schule in einer der Nachbarstädte aufsuchen müssen. Auf Grund der Entfernung werden viele voraussichtlich den ÖPNV nutzen müssen, was in dieser pandemischen Situation ein zusätzliches Risiko für die Schüler*innen bedeuten kann. Des Weiteren macht Dora deutlich, dass sich die Eltern bewusst für die Realschule als Schulform entschieden haben, die aber in den erreichbaren Nachbarstädten nicht zur Verfügung steht.

Dora bittet die Regierungspräsidentin in seinem Schreiben, „der Einrichtung einer Mehrklasse an der Städtischen Realschule Datteln für das Schuljahr 2021/2022 zuzustimmen.“ In ihrer Antwort bezieht sich Regierungspräsidentin Dorothee Feller vor allem darauf, dass die Bezirksregierung berücksichtigen muss, dass durch eine Aufstockung der Realschulkapazitäten andere Schulstandorte in den Nachbarstädten geschwächt werden. Deshalb kann sie der Bildung einer vierten Eingangsklasse nicht zustimmen.