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KSD für Eichenprozessionsspinner-Raupen gewappnet: Vorbeugende Maßnahmen geplant – Meldungen der Bürger*innen sind aber weiterhin erforderlich, damit die Raupen abgesaugt werden können
Das Bild zeigt mehrere Eichenprozessionsspinnerraupen, die auf einem Blatt liegen, das von einer Hand gehalten wird.

5.5.2021 - Die feinen Härchen der Eichenprozessionsspinner-Raupen können starke allergische Reaktionen auslösen. Deshalb wird der Kommunale Servicebetrieb Datteln – KSD auch in diesem Jahr Maßnahmen ergreifen, um die Tierpopulation zu verringern.

„Wir werden selbstverständlich auch in diesem Jahr vorbeugend tätig werden“, sagt Frank Kuhs, Leiter des KSDs. „Wir bitten aber um Verständnis dafür, dass wir den Bestand nur bedingt einschränken können. Das liegt unter anderem daran, dass Eichenprozessionsspinner vor allem an Waldrändern leben, an Feldern und in privaten Gärten, wo die städtischen Maßnahmen nur bedingt greifen.“ Erschwerend kommt hinzu: Die Falter haben einen Wirkungsradius von rund 500 Metern – die Raupen können also auch in diesem Umkreis auftreten.

Auf städtischen Großflächen wie auf dem Hauptfriedhof wird der KSD eine Fachfirma beauftragen, die ab Anfang Mai – also während der ersten drei Larvenstadien – das biologische Mittel Neem Protect in die Bäume blasen wird. Dadurch sollen die Larven absterben. „In den Außenbezirken werden wir allerdings darauf verzichten“, sagt Frank Kuhs, „da das Mittel leider auch viele Nützlinge und andere Falter bekämpft.“

Bürger*innen sollen Raupen-Nester melden

Wie in den vergangenen Jahren ist es wichtig, dass die Bürger*innen die Nester melden, die sie entdecken: telefonisch unter 02363/107-247 oder per Mail an eps@stadt-datteln.de.

Im innerstädtischen Bereich wird der KSD die Nester von einem Privatunternehmen absaugen lassen. Außerdem werden die städtischen Eichen fortlaufend untersucht.

„Das Aufhängen von Nistkästen für Meisen hat sich bislang leider nicht als besonders wirkungsvoll herausgestellt“, sagt Frank Kuhs. Deshalb wird die Stadt keine Nistkästen aufhängen. „Wenn Bürger*innen aber Nistkästen aufhängen möchten, unterstützen wir das gerne“, sagt Kuhs. Wichtig ist, dass die Bürger*innen sich vorher beim KSD melden, wenn es sich um städtische Bäume handelt: telefonisch unter 02363/107-624 oder per E-Mail an gruenflaechen@stadt-datteln.de.