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Behelfsbrücke als Zwischenlösung soll geprüft werden
Das Bild zeigt mehrere Bürgermeister und Landräte, die sich getroffen haben, um über eine Lösung für die Lippebrücke in Ahsen zu sprechen.

27.6.2018 - „Wir haben allergrößtes Verständnis für die Ahsener und Olfener Bürgerinnen und Bürger, die von  der Komplettsperrung der Lippe-Brücke in Ahsen betroffen sind.“ Bei einem Treffen der Landräte aus den Kreisen Recklinghausen (Cay Süberkrüb) und Coesfeld (Dr. Christian Schulze Pellengahr) sowie Bürgermeister André Dora und Wilhelm Sendermann (Olfen) stand am Montag die Suche nach einer Lösung im Vordergrund.

Das Foto zeigt die Landräte aus den Kreisen Recklinghausen (2.v.l.) und Coesfeld (4.v.l.) sowie die Bürgermeister aus den Städten Datteln (3.v.r.) und Olfen (2.v.r.) gaben am Montag ein klares Bekenntnis zu dieser Zwischenlösung ab.

Die könnte nach den Vorstellungen der Verwaltungschefs so aussehen: Eine Behelfsbrücke, geeignet für Fußgänger aber auch Personenwagen, soll bis zur Schaffung einer endgültigen Lösung - mit Brückenneubau und Ortsumgehung - die „abgerissene“ Verbindung wiederherstellen.

An dem Gespräch nahmen außerdem Vertreter des Lippeverbandes, von Thyssengas und der Telekom teil, deren Versorgungsleitungen an dieser Stelle über die Lippe führen.

„Schnell“ und „kurzfristig“ hießen entsprechend die Schlüsselbegriffe bei der Runde im Haus Vogelsang. „Wir können nicht fünf Jahre oder länger warten, wir brauchen eine Zwischenlösung – und die schon bald“, lautete die unisono vorgetragene Forderung. Die jetzige Situation sei den von der Sperrung betroffenen Berufspendlern, Freizeitradlern und all denen, die soziale Kontakte diesseits wie jenseits der Lippe pflegen, keinesfalls über einen längeren Zeitraum zuzumuten.

Konkret angedacht ist ein Abriss der maroden Brücke und die Errichtung einer einstreifigen Behelfsbrücke in Modulbauweise mit einer maximalen Belastbarkeit von 3,5 Tonnen nach Möglichkeit auf den vorhandenen Pfeilern. Ob die Statik dies erlaubt, sollen Prüfungen zur Tragfähigkeit ergeben.

Dass auch eine solche Zwischenlösung kein leichtes Unterfangen sein wird, ist allen Beteiligten bewusst: Die Gemengelage aus baulichen Engstellen, Lippedeich, Leitungsnetz und Naturschutzrestriktionen erfordert einen hohen Abstimmungsbedarf.     

Für den Herbst ist eine Bürgerversammlung geplant, wo möglichst über die konkrete Lösung informiert werden soll.

Wie berichtet, waren bei Untersuchungen der 96 Jahre alten Brücke im April 2018 schwere statische Mängel festgestellt worden, Gutachter sahen darin eine akute Einsturzgefahr. Dies führte letztlich zur Komplettsperrung der Brücke.