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Dattelner Standesbeamtinnen beurkunden kreisweit die meisten Geburten
Das Bild zeigt das Rathaus von der Hafenstraße aus.

2.1.2017 - Mit 35.810 Einwohnern (Stand: 30.11.2016) ist Datteln die drittkleinste Stadt im Kreis Recklinghausen. Ganz groß ist Datteln aber, wenn es um die Anzahl der Kinder geht, die dort geboren werden: 2015 erblickten in der Kanalstadt 1.923 Kinder das Licht der Welt. In diesem Jahr hat das Standesamt die 2000er-Grenze geknackt und bis heute 2.124 Geburten beurkundet.

Dass es so viele Entbindungen sind, liegt vor allem daran, dass viele Eltern ihren Nachwuchs gerne im St.-Vincenz-Krankenhaus auf die Welt bringen. Ist das Kind geboren, geht die Geburtsanzeige vom Krankenaus direkt ins Rathaus: „Die Eltern unterschreiben schon im Krankenhaus die Geburtsanzeige und legen erforderliche Dokumente einfach bei“, sagt Standesbeamtin Elke Renner. „So vereinfacht sich das Verfahren, weil die Unterlagen schon am nächsten Werktag im Standesamt sind undzeitnah bearbeitet werden können.“

Dass das so gut funktioniert, liegt auch an der guten Zusammenarbeit zwischen St.-Vincenz-Krankenhaus und Stadtverwaltung. Viele Dokumente und Unterschriften sind erforderlich, wenn eine Geburt beurkundet werden soll. Deshalb sparen Eltern unter Umständen viel Zeit, wenn sie Erklärungen schon vor der Entbindung abgeben: „Eine Geburt ist immer ein spannendes Ereignis“, sagt Elke Renner, „damit in der ganzen Aufregung aber alles glatt läuft, ist es gut, wenn sich werdende Eltern schon vor der Geburt bei uns informieren.“ Dann klären die Standesbeamtinnen gerne darüber auf, welche Unterlagen für die Beurkundung erforderlich sind. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, vergeben die Standesbeamtinnen auch gerne einen Termin.

Schwierig bis langwierig gestaltet sich die Arbeit im Standesamt, wenn ein Elternteil aus einem anderen Land stammt. Dann ist jede Geburtsanzeige sehr individuell und die Beurkundung sehr aufwendig, weil die fremdländischen Urkunden bzw. Dokumente zunächst übersetzt werden müssen. Jeder Einzelfall muss genau geprüft werden, in vielen Fällen muss die fremdländische Urkunde von der zuständigen deutschen Auslandsvertretung im Heimatland auf formelle und inhaltliche Richtigkeit geprüft werden.

Trotz aller Schwierigkeiten ist das ein Job, der den Mitarbeiterinnen im Standesamt nicht nur Spaß macht, sondern der auch Zukunft hat: „Das Personenstandsgesetz sieht vor, dass alle in Datteln Geborenen unser Rathaus aufsuchen müssen, wenn sie heiraten möchten, eine Abschrift ihrer Geburtsurkunde oder andere Dokumente vom Standesamt benötigen“, sagt Elke Renner und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich glaube nicht, dass uns die Arbeit so schnell ausgehen wird.“

Für die Berkundung von Geburten sind im Dattelner Rathaus zuständig

Barbara Delitsch, Tel. 107-232
Elisabeth Wagner, Tel. 107-428
Guido Niewind, Tel. 107-382