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Weihnachts- und Neujahrsgrüße von Bürgermeister André Dora
Das Bild zeigt Bürgermeister André Dora.

Liebe Dattelnerinnen und Dattelner,
liebe Bürgerinnen und Bürger,

ein turbulentes 2016 geht zu Ende, das zumindest weltweit betrachtet nicht gerade einfach war. Für Datteln kann ich aber sagen: Wir haben viel geschafft und einiges auf den Weg gebracht.

Dazu zählt vor allem der Haushalt der Stadt Datteln, der in diesem Jahr zum zweiten Mal seit 1993 ausgeglichen ist – also ohne neue Schulden auskommt. Und daran haben Sie, liebe Dattelnerinnen und Dattelner, selbstverständlich zu einem großen Teil mitgewirkt. Dafür danke ich Ihnen.

Ausgeglichener Haushalt: Das hört sich nicht nur gut an, das erlaubt uns auch weiterhin zu investieren – beispielsweise in die Sportparks in Mitte und Süd. Aber auch in unsere Schulen, damit wir sie fit machen für die Zukunft – mit Unterstützung des Landes NRW. Denn trotz aller Sparbemühungen: Es ist mir ein großes Anliegen, dass unsere Stadt lebens- und liebenswert bleibt.

Mit dem Umbau des Hermann-Grochtmann-Museums zur neuen Heimat der VHS hat ein Prozess begonnen, der einige Bereiche der Innenstadt betreffen wird. Als nächste Maßnahme werden die Stadtkassen von Waltrop und Datteln am neuen Standort in der Kolpingstraße zusammengelegt. Kooperationen zwischen den Städten – auch interkommunale Zusammenarbeit genannt – werden wir weiter ausbauen, da bin ich zuversichtlich. Dazu zählen für mich auch die Gespräche mit der Stadt Olfen über einen Gesamtschulstandort in Datteln.

Für die groß angelegte Entwicklung der Innenstadt werden wir im nächsten Jahr einen so genannten Quartiersmanager einstellen, der als Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger vor Ort ist. Es wäre schön, wenn wir auf diese Weise in einen konstruktiven Dialog zum Wohle der Dattelner Innenstadt einsteigen könnten.

Auch in der Stadtverwaltung tut sich einiges. Aufgrund der so genannten Fluktuationsliste werden bis 2021 bis zu 100 Stellen nicht wiederbesetzt. Das führt dazu, dass immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein viel höheres Arbeitspensum zu erledigen haben. Wir werden unseren Pflichtaufgaben aber weiterhin nachkommen, gleichzeitig werden wir uns bestimmte Aufgaben genauer ansehen und sie gegebenenfalls reduzieren. Ich bitte Sie daher schon jetzt um Verständnis, wenn es an der ein oder anderen Stelle etwas länger dauert.

Im Interesse einer schönen Stadt kann es daher sinnvoll sein, wenn Sie sich, liebe Bürgerinnen und Bürger, im kleinen Rahmen für unsere Stadt einsetzen – beispielsweise indem Sie eine städtische Fläche vor Ihrer Haustür pflegen. Für den ein oder anderen ist das selbstverständlich. Gerade erst haben zwei Bürger aus der Körtlingstraße das Beet vor der Stadthalle auf Vordermann gebracht. Das ist vorbildliches Engagement, das die Arbeit der Stadtverwaltung zwar nicht ersetzt, aber sinnvoll ergänzt. Wenn sich jeder ein bisschen engagiert, können wir zusammen viel erreichen.

In Kooperation mit dem Freifunk Ostvest e. V. haben wir erste WLAN-Router für einen freien Internetzugang im Rathaus installiert. Und es sollen weitere städtische Einrichtungen folgen. Das ist ein Service für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, und wir sind froh, dass uns der Dattelner Freifunk dabei unterstützt. Um die Attraktivität der Innenstadt weiter zu steigern, wäre es gut, wenn Geschäfts- und Ladenlokalinhaber in der City sich auch mit einem Freifunk-Router anfreunden. Das ist eine geringe Investition, die sich in Kundenzufriedenheit auszahlt.

Froh und sogar ein wenig stolz bin ich auf das Programm des Kulturbüros – das in diesem Jahr sein 20. Bestehen mit einer feinen Open-Air-Geburtstagsparty unterm Eventschirm am Rathaus gefeiert hat. Welche großen Namen – von Klaus Lage bis Paul Panzer – unser kleines Kulturbüroteam nach Datteln holt, ist schon bemerkenswert. Und auch das Programm für das nächste Jahr kann sich sehen lassen. Werfen Sie doch mal einen Blick rein.

Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass auch in diesem Jahr wieder etliche Bürgerinnen und Bürger die Bürgermeister-Foren besucht haben. Ich bin immer wieder überrascht, welche Themen es in Datteln gibt, die Ihnen unter den Nägeln brennen. Ich werde diese kommunikative Veranstaltung im nächsten Jahr weiterführen. Wenn Sie noch nicht dabei waren, vielleicht schauen Sie ja einfach mal bei einem der nächsten Treffen vorbei – immer am letzten Donnerstag im Monat an wechselnden Orten. Und wenn Sie einen Vorschlag für einen neuen Veranstaltungsort haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Weiterhin im Plan ist die Sanierung des ehemaligen RuhrZink-Geländes. Der Bau der unterirdischen Dichtwand ist abgeschlossen. Im Januar beginnt unter anderem der Rückbau der noch bestehenden Gebäude. Ich hoffe und wünsche mir, dass Sie die Entwicklungsgesellschaft Datteln Süd mbH weiterhin mit Ihren Ideen und Vorschlägen unterstützen. Schon 2017 könnten sich die ersten Unternehmen auf diesem Gelände niederlassen.

Leider gab es in diesem Jahr auch Projekte, die wir mit Verzögerungen zu Ende gebracht haben. Und so konnten die Kindergartenkinder erst verspätet in den Kindergarten in Hagem einziehen. Auch mit der Sanierung der Sporthallendecken sind wir nicht so schnell vorangekommen, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass wir diese Maßnahme noch in diesem Jahr abschließen. Leider ist daraus nichts geworden. Zu groß waren die Probleme mit statischen Gegebenheiten, die vergaberechtliche Probleme nach sich zogen. Nach den Osterferien werden die Hallen der Böckenheck- und der Lohschule wieder benutzbar sein. Darüber bin ich sehr froh.

Sehr wichtig ist mir, dass wir trotz aller Meinungsverschiedenheiten weiterhin friedlich in Datteln zusammenleben. Wir brauchen keinen Hass auf Menschen, die zu uns gekommen sind, weil in ihrem Land Krieg herrscht. Auch nicht nach dem brutalen und schrecklichen Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.

Wir müssen aufeinander zugehen, im Gespräch bleiben, wenn unsere offene und freiheitliche Gesellschaft Zukunft haben soll. Deshalb ist mir die Integration von Geflüchteten weiterhin ein wichtiges Anliegen. Viele Bürgerinnen und Bürger kümmern sich ehrenamtlich um Menschen, die bei uns Schutz suchen. Dafür danke ich Ihnen ganz besonders. Machen Sie weiter so. Wie wichtig das gesellschaftliche Miteinander über Kulturen hinweg ist, hat das zweite Fest der Kulturen auf dem Neumarkt in diesem Jahr gezeigt. 2017 soll diese Veranstaltung wieder stattfinden. Mit gefällt das vor allem deshalb so gut, weil es junge Menschen in Datteln gibt, die ihre Ideen nicht nur kundtun, sondern auch umsetzen.

Liebe Dattelnerinnen und Dattelner, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, liebe Ratsmitglieder,

ich wünsche Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest, Gesundheit, Glück und viel Erfolg bei allem, was Sie sich für das nächste Jahr vorgenommen haben. Ich danke allen, die sich in diesem Jahr an mich gewandt, mich unterstützt, mich angesprochen oder mit mir diskutiert haben. Lassen Sie uns weiter im Gespräch bleiben. Lassen Sie uns gemeinsam für das schöne Datteln einsetzen. Damit es sich so entwickelt, wie wir uns das als Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt wünschen.

Ihr André Dora

- Bürgermeister der Stadt Datteln -