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Kreis ordnet Stallpflicht für Geflügel an
Das Bild zeigt eine Gans.

22.12.2016 - Halterinnen und Halter von Geflügel haben ihren Bestand ab sofort in geschlossenen Ställen zu halten bzw. unter einer Vorrichtung, die unter anderem nach oben Einträge gesichert ist. Dies geht aus der Tierseuchenverordnung hervor, die der Kreis Recklinghausen als zuständige Behörde herausgegeben hat. Einzuhalten ist die Verordnung ab Freitag, 23. Dezember 2016, sowohl von privaten wie auch von geschäftlichen Halterinnen und Haltern.

Mit dieser Vorsichtsmaßnahme soll vermieden werden, dass sich der hoch ansteckende Influenzavirus (Geflügelpest) auf die Tiere überträgt. Seit dem 8. November 2016 werden auch in Deutschland regelmäßig Infektionen von Wildvögeln mit dieser hochpathogenem Influenza vom Subtyp H5N8(HPAIV H5N8) festgestellt.

In mehreren Bundesländern (Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen) wurde der Erreger mittlerweile auch in Hausflügelbeständen festgestellt. Auch in Nordrhein-Westfalen wurde das HPAIV H5N8 seit dem 18.11.2016 bei Wildvögeln wiederholt nachgewiesen. Eine Verbreitung des Influenzavirus des Subtyps H5N8 durch Wildvögel in diesem Gebiet ist daher wahrscheinlich.

Am 9. November 2016 hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) eine Risikoeinschätzung zum Auftreten von HPAIV H5N8 in Deutschland veröffentlicht. In dieser Risikobewertung wird das Risiko des Eintrags von Geflügelpest des Subtyps H5N8 in Hausgeflügelbeständen über Wildvögel bundesweit als hoch eingeschätzt. Das FLI empfiehlt in seiner Risikoeinschätzung unter anderem die Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelbetrieben.

Veterinäramt beim Kreis Recklinghausen