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Wie die Sportst├Ątten in unserer Stadt aufgewertet werden
Das Bild zeigt die Konzeption für den Sportpark Hagem.

23.11.2016 - Das Angebot für den Sport in Datteln verbessern und dabei gleichzeitig Kosten senken: Das verspricht das neue Sportstättenkonzept, das der Rat der Stadt Datteln in seiner heutigen Sitzung beschlossen hat. Die Umsetzung soll ab 2017 beginnen. Die Stadtverwaltung wird nun in Kooperation mit einem Planungsbüro einen umfassenden Sportstättenentwicklungsplan erstellen.

Nur noch drei bis sechs Prozent der sportlichen Aktivitäten finden auf Sportplätzen statt. Das hat eine Untersuchung der Universität Osnabrück ergeben. Für die Stadtverwaltung war das ein Grund, darüber nachzudenken, ob sich die Anzahl der städtischen Sportplätze in Datteln reduzieren lässt, während die verbleibenden Plätze durch Erweiterungen und Umbauten vielseitiger und zeitgemäßer gestaltet werden. Das Ergebnis: ein Sportstättenkonzept, das niedrigere Unterhaltungskosten für städtische Sportanlagen und insgesamt ein besseres Angebot vorsieht.

Das Bild zeigt laufende Kinder

Foto oben: Konzept Stadt Datteln
Foto unten: Marco Kröner  / pixelio.de

Die Planung sieht vor, dass drei städtische Sportanlagen erhalten und optimiert werden: die Plätze in Ahsen, Hagem (Sportpark Mitte) und Meckinghoven (Sportpark Süd). Erhalten bleiben die Sportanlagen, die von den Vereinen TV Datteln 09, DJK Eintracht Datteln, SSV Winkel und zukünftig vom SV Horneburg betrieben werden.

Mit dieser Konzeption entfallen für die Stadt Datteln mit dem Ostringstadion und der Sportplatzanlage Horneburg zwei Sportanlagen mit vier Sportplätzen (Spielfelder) sowie ggfs. der Rasenplatz in Meckinghoven.

Auf diese Planung hat sich eine Arbeitsgruppe verständigt, der Vertreter der Fußballvereine SV Borussia Ahsen 1926, Kültürspor Datteln, SV Schwarz-Weiß Meckinghoven, DJK Eintracht Datteln 1920, SF Germania Datteln 2002, SV Horneburg, des Stadtsportverbandes sowie der Stadtverwaltung angehören.

Die hier vorgestellte Konzeption beinhaltet zwei klare Zielsetzungen:

Es werden zentralisierte, bedarfsausgerichtete und entsprechend ausgelastete Sportanlagen mit möglichst optimalen Ausstattungsstandards bereitgestellt.
Die Aufwendungen zur Unterhaltung der städtischen Sportanlagen werden stabilisiert und mittelfristig reduziert.


Für die Anlagen sind verschiedene Maßnahmen geplant - allerdings ist diese Konzeption nur ein Rohentwurf. Vor der Umsetzung sind ggfs. immissionsschutzrechtliche Maßnahmen sowie Bodenbeprobungen erforderlich.

Sportanlage Ahsen

Die Anlage in Ahsen befindet sich in einem guten Zustand. Beide Rasenplätze und das Gebäude sind intakt. Aufgrund des Zustandes und der geografischen Lage sollte die Anlage erhalten werden. Notwendige Renovierungsarbeiten beschränken sich auf die Errichtung von Ballfangzäunen. Dafür sind 15.000 Euro für das Haushaltsjahr 2017 eingeplant. 

Sportpark Mitte (Hagem, Wiesenstraße)

Die Anlage in Hagem ist renovierungsbedürftig. Der 1970 erbaute Tennenplatz ist stark verschlissen, das Gebäude ist alt und erneuerungsbedürftig. Umkleide- und Sanitärräume werden in der nahe gelegenen Realschulsporthalle genutzt.

Die Arbeitsgruppe hat sich dafür ausgesprochen, das Ostringstadion zu schließen, weil eine Renovierung mit Erneuerung des Tennenplatzes und des Rasenplatzes, dem Einbau einer Bewässerungsanlage und dem Aufbau einer Flutlichtanlage am Rasenplatz sowie Zaun- und Tribünenreparaturen ca. 280.000 Euro kosten würde. Im Gegenzug soll die Sportanlage Hagem, die im direkten Umgebungsbereich von vier weiterführenden Schulen und dem Stadtbad liegt, modernisiert und erweitert werden. Dadurch erhalten die Schulen, SF Germania Datteln und Kültürspor Datteln, aber auch aktive Individualsportler interessante sportliche Möglichkeiten.

Weil die Tennenplatz-Anlage in Hagem aufbereitet werden müsste, wird sie durch einen Kunstrasenplatz mit einer 400-Meter-Tartanlaufbahn ersetzt. Zusätzlich wird ein Mehrzweckspielfeld (30 m x 50 m) aus Kunstrasen im Osten der Sportanlage angelegt. Auf der anderen Seite des Mühlenbachs wird auf dem alten Bolzplatz hinter der Realschule ein Rasenplatz angelegt.

Das alte Vereinsheim am westlichen Platzende wird abgerissen und durch ein neues Gebäude mit einer getrennten Infrastruktur für zwei Vereine (Sanitäranlagen, Büros, Lagerräume etc.) am östlichen Platzende ersetzt.

Am südlichen, westlichen und am östlichen Platzende werden Toranlagen eingesetzt. Eine Voraussetzung ist, dass der Lippeverband zustimmt, dass über seine Unterhaltungswege die Verbindung vom Westen zur Stadtmitte (Stichwort „Grüne Spange“) aufrecht erhalten werden kann.

Am Comenius-Gymnasium wird neben dem Stadtbad die Parkplatzfläche um ca. 2.000 Quadratmeter nach Süden erweitert. Daran anschließend wird ein Breitensportgelände angelegt, das unter anderem Kleinspielfelder, Street-Workout-Elemente für die Calisthenics-Szene, Parcourselemente, einen Skaterpark und „Speckbrettfelder“ enthält. Diese Fläche wird mit dem Pausenhof des Gymnasiums verbunden, damit das dortige Basketballfeld und das Beachvolleyballfeld mit genutzt werden können. Unter Einbeziehung des Gymnasiums könnte auch über die Umgestaltung des Rasengeländes (kleines Rasenspielfeld mit Laufbahn) neben dem Pausenhof der Schule nachgedacht werden. 

Sportpark Süd (Meckinghoven)

Die Anlage in Meckinghoven wird modernisiert und um Anlagen für den Breitensport ergänzt. Der Tennenplatz wird durch einen Kunstrasenplatz ersetzt. Mit entsprechenden Linierungen sind dort auch andere Sportarten wie beispielsweise Feldhockey, Volleyball oder Tennis möglich. Durch Markierungen an der westlichen Spielfeldseite sind zwei bis drei 100-Meter-Laufbahnen realisierbar. An der nördlichen Stirnseite des Spielfeldes, hinter dem Torbereich, kann eine 50 Meter lange Anlaufbahn mit angrenzender Weitsprunggrube hergestellt werden.

Die Anlage wird zur Böckenheckschule hin geöffnet und durch Sportkleinanlagen, Fitnessparcours und den oben genannten Platzgestaltungen auf den Sportbetrieb des Schulsports und der Allgemeinheit hin angepasst. Im Norden – Richtung Böckenheckschule – besteht die Möglichkeit, Bereiche für Outdoor-Trainingsgeräte, Motorikparcours und Seilgarten zu schaffen und diese im unmittelbaren Umfeld an das Bewegungsareal auf dem Schulhof, mit Tischtennisplatten und Spielplatz, anzubinden.

In der Außenanlage des Jugendzentrums gibt es einen Basketballplatz, der in Absprache mit dem Jugendamt ebenfalls als Sport- und Spielangebot mit angeboten und integriert werden könnte.

Ein weiteres Gestaltungs- und Betätigungselement wäre ein ca. 1.500-Meter-Lauf-Fitnessparcours, der durch die angrenzende Parkanlage und die freie Landschaft führt. Diese Parcoursstrecke könnte mit einfachen Fitnessgeräten wie Klimmzugstangen und Liegestützelementen aufgewertet werden.

So wäre insgesamt ein größeres und interessanteres Angebot für Freizeit-, Spiel- und Sportbetätigung für Vereins- und Breitensport im Dattelner Süden geschaffen. Auch der Schulsport findet dort mehr als ausreichende Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Sportanlage wird dem Verein SW Meckinghoven zur Nutzung bereitgestellt. Der Rasenplatz wird nicht mehr von der Stadt Datteln bewirtschaftet. 

Sportanlage in Horneburg

Der SV Horneburg wird die Sportanlage pachten. Der Verein wird alleine für die Unterhaltung der Anlage verantwortlich sein. Die Stadt wird keine Unterstützungsleistungen mehr erbringen. 

Finanzierung

Die Sportanlage Mitte (Hagem) soll in ein Konzept zur Quartiersentwicklung der Innenstadt eingebunden werden, wofür Fördermittel beantragt werden sollen.

Die Sportanlage Süd wird mit Fördermitteln des Landes NRW umgestaltet.

Die Renovierung der Sportanlage in Ahsen wird mit städtischen Mitteln finanziert werden.

Eine Anfinanzierung der Planung ist für das Jahr 2016 durch Einsparungen bei den Platzrenovierungskosten für das Ostringstadion und in Meckinghoven vorgesehen.