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Gedenkstunde zur Pogromnacht im Rathaus
Das Bild zeigt Gedenktafeln im Rathaus, die an die jüdische Gemeinde in Datteln erinnern.

8.11.2016 - Zum Gedenken an die unzähligen Opfer der Pogromnacht von 1938 laden die Evangelische Kirchengemeinde, die Katholischen Kirchen in Datteln, der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein Datteln 1922, das Comenius-Gymnasium und die Stadt Datteln alle Bürgerinnen und Bürger zu einer gemeinsamen Gedenkstunde ein, die am Mittwoch, 9. November 2016, ab 18 Uhr vor dem Sitzungssaal im Rathaus in der ersten Etage stattfindet.

Nach einer musikalischen Einleitung von Matthias Spaeth begrüßt Bürgermeister André Dora die Anwesenden. Theodor Beckmann, Vorsitzender des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins Datteln 1922 e. V., geht anschließend auf die Bedeutung des 9. Novembers ein. Bevor das Friedenslied ertönt, präsentieren Schülerinnen und Schüler des Dattelner Comenius-Gymnasiums ihre Beiträge zur Pogromnacht.

Über die Pogromnacht von 1938

Am 9. November 1938 wurden jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand gesetzt, Tausende Juden misshandelt, verhaftet und getötet. Spätestens an diesem Tag war offensichtlich: Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord waren staatsoffiziell geworden. Diese Nacht gab das verheerende Signal zum folgenschwersten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. Obwohl das Pogrom in Datteln erst am 10. November 1938 begann, findet die Gedenkstunde auch in unserer Stadt am bundeseinheitlichen Gedenktag 9. November statt.