Handlungsfelder & Projekte | Stadt Datteln

Handlungsfelder & Projekte

 

Für die Innenstadt der Zukunft

Das Quartiersmanagement arbeitet in drei Leistungsbausteinen, in denen die Handlungsfelder und Projekte des Integrierten Handlungskonzeptes bearbeitet werden. Die Leistungsbausteine sind:

Das Bild zeigt Häuserfassen in der Hohen Straße.

1. Das Flächenmanagement wird gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Datteln vorangetrieben. Gemeinsam werden gezielt neue Nutzer für zur Verfügung stehende Flächen angesprochen, die das Flair der Innenstadt unterstreichen sollen: einladend, gemütlich und mit kleinen und größeren individuellen Angeboten zum Entdecken einladend. Im ersten Schritt wurde die Innenstadt in unterschiedliche Entwicklungsschwerpunkte unterteilt (JPG; ca. 4,5 MB) (Einkaufen und Aufenthalt, Kultur und Soziales, Parken, Markt).

2. Baubegleitung, Betreuung von Ausschreibungen und Vergabe von Wettbewerben:

Ein Haus- und Hofflächenprogramm wurde eingeführt.

Für die Umsetzung zukünftiger Projekte und Aufwertungsmaßnahmen wurden gemeinsam mit der Stadtplanung ein Leitthemen erarbeitet, welches auch politisch verabschiedet wurden:

Leitthema Blau & Grün
Die zusätzliche Schaffung von begrünten Flächen in der Innenstadt soll eine klimagerechte Stadtentwicklung gezielt unterstützen. Dabei sollte die Einbeziehung von Wasser als Regenwasser, drainiertes Grundwasser, Trinkwasser einerseits das für Datteln prägende Element sichtbar machen, andererseits eine wassersensible Stadtentwicklung vorantreiben (Umgang mit Starkregen, extremer Trockenheit und Hitzeinseln).
Zusätzliches Blau und Grün kann in Form größerer Freiraumprojekte (Tigg, Rathauspark), aber auch dezentral in der Innenstadt realisiert werden (wasserführende Rinnen, verteilte Pflanzmaßnahmen, mobiles Grün, Dach- und Fassadenbegrünung, kleinere Entsiegelungsmaßnahmen).

Leitthema Gestaltung & Aufenthalt
Die Stadt Datteln sollte ihre Gestaltungsmöglichkeiten für öffentliche Flächen gezielt nutzen, um private Gestaltungsmaßnahmen anzuregen. Eine sorgsame und gelungene Gestaltung der Innenstadtachse Castroper Straße – Neumarkt – Schemm – Tigg – Rathauspark durch Bodenbelag, Stadtmöblierung und Außengastronomie, Spielbereiche, Beleuchtung, Grün- und Wasserelemente, Hauseingänge, Schaufenster- und Erdgeschosszonen und Gebäudefassaden ist die zentrale Voraussetzung für Aufenthaltsqualität, Attraktivität und Leben in der Dattelner Innenstadt. Die Gestaltungsansätze können dabei durchaus vielfältig sein: Rekonstruktion historischer Anmutung, innovatives Design, Licht, Kunst und Kultur, Sehenswertes und Überraschendes.

Dabei ist es nicht erforderlich, die ganze Fußgängerzone neu zu gestalten. Vielmehr kommt es darauf an, Bereiche mit umfangreicher Umgestaltungsintensität und Bereiche mit nur punktuellen Ansätzen zu identifizieren. Dahinter steckt insgesamt das Ziel, dass Menschen in die Dattelner Innenstadt als Bewohnerinnen und Bewohner, als Besucherinnen und Besucher, als Kundinnen und Kunden, als Nutzerinnen und Nutzer innerstädtischer Einrichtungen, als Gewerbetreibende kommen und sich hier wohlfühlen.

Leitthema Kinder und Jugendliche
Eine lebenswerte Stadt lässt sich vor allem dann entwickeln, wenn man die Perspektive der Fußgängerin und des Fußgängers einnimmt. Kinder und Jugendliche sind häufig zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs. Gleichzeitig sind Kinder und Jugendliche neugierig, unvoreingenommen und ideenreich. Kinder und Jugendliche sollten als zentrale Zielgruppe der Innenstadtentwicklung verstanden werden. Was Kindern
und Jugendlichen hilft, was sie unterstützt, interessiert und begeistert, das kommt auch allen anderen Menschen zu Gute. Zudem entstehen durch eine Fokussierung auf Kinder und Jugendliche Anschlussmöglichkeiten für Projekte und Aktionen aus den Bereichen Bildung und Schule, Kinderbetreuung, Bewegung, Gesundheit und Verkehrssicherheit.

Leitthema Teilhabe & Mitmachen

Als prozessorientierte Zielsetzung soll die Einbeziehung und Beteiligung von Menschen mit Interesse an der Dattelner Innenstadt (Bewohnerinnen und Bewohner, Nutzerinnen und Nutzer, Eigentümerinnen und Eigentümer, Gewerbetreibende) in den Vordergrund gestellt werden. Dabei geht es nicht nur um Information, sondern genauso um die Abfrage von Bedarfen und Wünschen, um die Diskussion und Erarbeitung von Entwicklungsvorschlägen, damit um die Vorbereitung von Bauentscheidungen.
Mitmachen bedeutet aber auch, dass Umgestaltungsmaßnahmen so konzipiert werden sollen, dass die Orte der Innenstadt stärker benutzbar werden: als Ort für Gespräche, als Orte zum Spielen und Staunen, als Orte zum Zeigen und Erleben, als Orte des Miteinanders.

Am Tigg gab es eine erste Beteiligungsveranstaltung, wie der Tigg der Zukunft aussehen soll. Dokumentation als PDF

Für den Schemm hat das Planungsbüro ST freiraum Varianten erabeitet, die zur Diskussion gestellt wurden.


3. Netzwerkarbeit:

Ein Verfügungsfonds wurde eingerichtet

Das Handlungskonzept für die Innenstadt wurde in den vergangenen Monaten vom Planungsbüro Post Welters und Partner fortgeschrieben und am 5.2.2019 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Bauen und Verkehr beschlossen: Zum Handlungskonzept (PDF; Größe: ca. 8 MB)

Zurzeit stehen Fördermittel für folgende Bereiche bereit:

  • Quartiersmanagement
  • Verfügungsfonds
  • Haus- und Hofflächenprogramm
  • Ein Innenstadtmarketing
  • Modernisierungsberatung
  • Wettbewerbsverfahren am Tigg

Zwischenberichte des Quartiersmanagements

1. Zwischenbericht (PDF; Größe: ca. 1 MB)
2. Zwischenbericht (PDF; Größe: ca. 6,6 MB)