Hochwassergefahrenkarten | Stadt Datteln

Karten für Hochwassergefahren und Hochwasserrisiko

Bestandsaufnahme für Gewässer

In der jüngeren Vergangenheit sind im Europäischen Raum immer öfter Hochwasserereignisse (z. B. in Deutschland 1997 an der Oder und 2002 an der Elbe) aufgetreten, die mit Überschwemmungen und den damit verbundenen Schäden in den Überschwemmungsflächen einhergegangen sind. Das hat dazu geführt, dass die Europäische Union 2007 eine Hochwasserrisikomanagementrichtlinie (HWRM-RL) erlassen hat.
Das Bild zeigt die Lippe.
Diese Richtlinie bildet einen Rahmen für die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken für die Schutzgüter: Mensch, Umwelt, Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeit.

Die Vorgaben der HWRM-RL wurden bereits in deutsches Recht umgesetzt. Für die Gewässer, bei denen möglicherweise ein signifikantes Hochwasserrisiko für diese vier Schutzgüter besteht, wurde bereits eine Bestandsaufnahme durchgeführt. In Datteln sind es die Lippe, der Dattelner Mühlenbach und der Schwarzbach, die dabei berücksichtigt wurden. Basierend auf der Bestandsaufnahme wurden für die betroffenen Gewässer Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten erstellt sowie Maßnahmenpläne zur Minimierung der Hochwasserrisiken erarbeitet.

Die erstellten Hochwassergefahrenkarten liefern Informationen über die mögliche Ausdehnung und Tiefe einer Überflutung in drei verschiedenen Szenarien:
  • beim Hochwasser, das mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit, im Mittel alle 10 Jahre, eintritt (auch HQ 10 genannt)
  • beim Hochwasser, das mit relativ mittlerer Wahrscheinlichkeit, im Mittel alle 100 Jahre, eintritt (HQ 100)
  • beim Hochwasser, das mit relativ seltener Wahrscheinlichkeit, wesentlich seltener als alle 100 Jahre, eintritt (HQ extrem)
Die erstellten Hochwasserrisikokarten zeigen für diese drei Hochwasserszenarien auf, wo Wohn- und Schutzgebiete betroffen sind und Kulturerbe gefährdet ist, aber auch wo Gefahrenquellen durch Industrieanlagen vorliegen.

Rechtzeitige Info vor Hochwasserrisiken

Die erarbeiteten Maßnahmenpläne beinhalten Einzelmaßnahmen, mit denen die Flächenverfügbarkeit in der Regional- und Bauleitplanung verankert wird und Land- und Forstwirtschaft angepasst werden, um Gewässer und/oder seine Auen in Zukunft hochwasserfreundlich gestalten zu können. Dort, wo keine Flächenverfügbarkeit gegeben ist, soll technischer Hochschutz (Deiche, Schutzmauern) gebaut bzw. optimiert werden. Die durch Hochwasser gefährdeten Grundbesitzer sollen vor Hochwasserrisiken gewarnt und durch Hochwasserwarnung und die Möglichkeiten der Absicherung durch Rücklagen und Versicherungen rechtzeitig informiert werden. Die Maßnahmenpläne sollen auch Maßnahmen zu Gefahrenabwehr, Katastrophenschutz und Nachsorge beinhalten.

In Nordrhein- Westfalen werden die erstellten Hochwassergefahren und -risikokarten auf der Internetseite www.flussgebiete.nrw.de des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW veröffentlicht.

Die Karten der Dattelner Risikogewässer rufen Sie direkt über die untenstehenden Links auf:





Stadtentwässerung der Stadt Datteln

E-Mail: stadtentwaesserung@stadt-datteln.de

Christof Murawski (Gewässerschutzbeauftragter)
Emscher-Lippe-Straße 12
Tel.: 02363/107-373
E-Mail: christof.murawski@stadt-datteln.de