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Workshop "Start-up meets Mittelstand"
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Einleitungstext

28.11.2019 - "Start-up meets Mittelstand" lautete das Thema des Workshops, zu dem die Wirtschaftsförderungen der Städte Recklinghausen, Oer-Erkenschwick und Datteln im Rahmen der Gründerwoche eingeladen hatten.

Fortsetzungstext

Foto: pixabay

Dr. Kai Morgenstern und Alexandra Koch vom RKW Kompetenzzentrum erarbeiteten mit Unternehmensvertretern und Interessierten aus der Wissenschaft anhand von professionellen Methoden die Entwicklung von Geschäftsmodellen. Als zentrales Arbeitsmittel dienten Poster (Canvas), auf denen Leitfragen gelistet waren, die mit Hilfe von Haftzetteln beantwortet werden sollten. Ein Verschieben der Antworten, so die Theorie, fördert und fordert die Flexibilität und das kreative Denken.

Zum Ausgangspunkt:

Start-ups denken in der frühen Entwicklungsphase ihres Unternehmens häufig sehr technologieorientiert. Hauptwettbewerbsvorteil ist heute aber nicht zwangsläufig die bessere Technologie, sondern die stärkere Kundenorientierung verbunden mit einem passenden Geschäftsmodell.

Werkzeuge zur Entwicklung von Geschäftsmodellen:

Beim Value Proposition Design werden die zentralen Elemente eines Kundennutzen untersucht. Es zielt darauf ab, Aufgaben vom Kunden zu identifizieren und Produkte genau anzupassen. Im Leitfaden werden Probleme bei der Bewältigung der Aufgaben („Pains“) und die Bedürfnisse („Gains“) beschrieben, die sie befriedigen.

Bei einfacher Beantwortung der Fragen lässt sich schnell erkennen, dass vorhandene Methoden die Probleme oft nicht lösen - stattdessen entsteht möglicherweise eine neue Produktidee. Dabei gilt es stets, die Probleme und Bedürfnisse zu überprüfen und das Nutzenversprechen eines Produktes weiter den Kundenbedürfnissen anzunähern.

Beim Business Model Canvas steht die Verwirklichung des Kundennutzens  und die Generierung von Einnahmen im Fokus. Das Geschäftsmodell gliedert sich in neun Elemente, in deren Zentrum das Nutzenversprechen steht. Aber auch Absatzkanäle, Kundenkanäle, Kostenstruktur u. a. werden im Modell betrachtet. Gerade weil dieses Modell eine sehr vereinfachte Darstellung ist, lassen sich Muster erkennen und bewusst verändern. Die Hypothese muss so lange verbessert werden, bis alle Komponenten sinnvoll ineinandergreifen.

Harte Arbeit:

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops machten sich schnell mit der Theorie der beiden Modelle vertraut und entwickelten, zum Teil aus ihrem eigenen Business heraus, neue Geschäftsideen. So wurden Arbeitsgruppen von vier bis fünf Personen gebildet, die den online Auftritt einer logopädischen Praxis näher beleuchteten, die sich mit dem Thema einer antibakteriellen Oberfläche auseinander setzten oder diejenigen, die die Rohrsanierung bei Kunststoffrohren untersuchten.

Alle Themenfelder wurden anhand der Canvas untersucht. Die beiden Werkzeuge ermöglichen es, den Gründungsprozess in kleine Schritte zu unterteilen, die stets den Kundennutzen ins Zentrum aller Aktivitäten stellen. Bei der anschließenden Vorstellung der Ergebnisse entstand eine konstruktive Diskussion über Ideen und Verbesserungsmöglichkeiten im Prozess.