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Themenabend zur Unternehmensnachfolge am 7. Juni
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Das Bild zeigt Wido Kintzel von der Handwerkskammer Münster
Einleitungstext

12.6.2018 - Langfristig planen und sich beraten lassen: So lassen sich die Empfehlungen von Wido Kintzel, Handwerkskammer Münster, und Nachfolgeexpertin Patricia Lesker auf den Punkt bringen. Die beiden informierten in der Sparkasse Vest an Neumarkt auf Einladung der Wirtschaftsförderung über das Thema Unternehmensnachfolge.

Fortsetzungstext

Bereits mit Mitte 50 sollte Unternehmer mit der Nachfolgeplanung beginnen. Da fast die Hälfte der Unternehmen keinen Nachfolger mehr in der Familie hat, bedeutet das, sich rechtzeitig auf die Suche nach einem geeigneten Übernehmer zu machen.

Wer übernimmt das Ruder, wenn der Chef von Bord geht?

Das war eine der Fragen, um die es beim Themenabend der Wirtschaftsförderung am 7. Juni 2018 ging. 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Dattelner Unternehmen  folgten den Fachverträgen von Wido Kintzel (Handwerkskammer Münster), der Steuer- und Nachfolgeberaterin Patricia Lesker und von Yvonne Kellmann (Sparkasse Vest Recklinghausen) und tauschten ihre Erfahrungen aus.

Erste Voraussetzung für den Übergabeerfolg, sagte Wido Kintzel, ist ein wirtschaftlich rentabler, wettbewerbsfähiger Betrieb mit guten Zukunftschancen. Fast die Hälfte der Betriebe findet keinen Nachfolger mehr in der Familie und muss sich auf die Suche nach einem geeigneten Übernehmer machen. Dabei kommt es nicht nur auf Fachwissen und -erfahrung, sondern auch auf Kaufmännisches Know-how, Persönlichkeit und finanzielle Voraussetzungen an. Wenn der Nachfolger identifiziert wurde, beginnen die Verhandlungen über die Art der Übergabe und den Unternehmenswert.

Die Handwerkskammer bietet ihren Mitgliedern die Unternehmensbewertung als kostenlose Dienstleistung.

Im Fokus von Nachfolge- und Steuerberaterin Particia Lesker standen das Erbschafts- und Steuerrecht. Dabei sprach sie auch schwierige Themen wie Krankheit und Tod an. Sie empfahl Unternehmern, das Szenario eines plötzlichen Todes- oder Krankheitsfalls durchzuplanen, um sicherzustellen, dass der Betrieb auch dann handlungsfähig ist.

Nach Angaben von Yvonne Kellmann suchen mehr als 1.000 Betriebe im Kreis Recklinghausen pro Jahr einen Nachfolger. Um Unternehmen bei ihrer Suche nach einem Nachfolger zu unterstützen, haben die Sparkassen in der Rhein-Ruhr-Region die Unternehmensbörse aufgebaut. Dort könnten Unternehmen nach geeigneten Nachfolgern in der Region sowie nach Investoren suchen.

Infomaterialien zur Nachfolge finden Sie auf der Seite der Handwerkskammer ("Betriebsübergabe im Handwerk", PDF; Größe: ca. 4 MB).