Schulentwicklungsplanung

 

Gesamtschulstandort in Datteln: Eine Schule – viele Abschlüsse

27.10.2917 - Mit ihren Ratsbeschlüssen haben die Städte Olfen und Datteln den Weg freigemacht: Zum Schuljahr 2018/2019 werden die ersten Gesamtschülerinnen und -schüler in Datteln unterrichtet: am Teilstandort der Olfener Wolfhelmschule. Vorbehaltlich der Zustimmung der Bezirksregierung Münster kommt so eine interkommunale Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinaus in Gang. Der Teilstandort wird in den Gebäuden der Hauptschule Hachhausen eingerichtet, die auslaufend geschlossen wird.

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Das Bild zeigt eine Szene vom Tag der offenen Tür der Wolfhelmschule

„Die Entscheidung für den Gesamtschulstandort in Datteln ist eine Entscheidung für das Wohl unserer Kinder. Darüber freue ich mich sehr“, sagt Bürgermeister André Dora. „Mit dem Votum aus Olfen und zuvor aus dem Rat der Stadt Datteln stärken wir sowohl den Schulstandort Datteln als auch das bisher schon gute Bildungsangebot in unserer Stadt. Im Sinne der Zukunft unserer Kinder.“

An beiden Schulstandorten gelten dieselben Standards

Die Gesamtschule wird unter der Trägerschaft der Stadt Olfen betrieben. Die Stadt Datteln finanziert die bauliche Erweiterung und Umbauten sowie die Ausstattung am Dattelner Standort. An beiden Schulstandorten werden dieselben Standards gelten: So wie in Olfen erhält jede Schülerin, jeder Schüler ein geleastes Netbook, jeder Klassenraum ist mit White Board, Beamer und Dokumentenscanner ausgestattet. Innerhalb von drei Jahren investiert die Stadt Datteln 7 Millionen Euro unter anderem in Ausstattung und neue Gebäude.

Dass an beiden Standorten dieselben Standards sowie weitere Regelungen zum Schulbetrieb gelten, werden die Städte Datteln und Olfen in einer so genannten öffentlich-rechtlichen Vereinbarung regeln. Danach wird die Stadt Olfen bei der Bezirksregierung Münster die Genehmigung zur Einrichtung eines Teilstandorts beantragen. Sobald diese Genehmigung vorliegt, wird die Stadt Datteln die Räume in der Hauptschule Hachhausen für den ersten Gesamtschuljahrgang vorbereiten.

Hauptschule wird auslaufend geschlossen

Die Hauptschule Hachhausen wird auslaufend geschlossen. Das bedeutet, dass sie so lange erhalten bleibt, bis die heutigen Fünftklässler die Schule verlassen haben. Die Hauptschüler wachsen also aus den oberen Jahrgängen raus, während die Gesamtschüler in die jüngeren Jahrgänge reinwachsen. Die Gesamtschule fängt zunächst mit der fünften Klasse an und wird jedes Jahr um einen Jahrgang größer.

Weil die jüngeren Jahrgänge der Gesamtschule aber mit drei Klassen schneller reinwachsen, als die Hauptschulklassen mit zwei Klassen pro Jahrgang rauswachsen, ist zum Schuljahr 2019/2020 ein neues Schulgebäude erforderlich. Außerdem wird eine Mensa gebaut und die Sporthalle erweitert. Zusätzlich wird der Altbau umgebaut und der bisherige Erweiterungsbau zum Fachraumgebäude umgestaltet.

Für Eltern, die ihre Kinder ab dem Schuljahr 2018/2019 auf eine Hauptschule schicken möchten, hat die Stadt Datteln mit der Stadt Oer-Erkenschwick vereinbart, dass Schülerinnen und Schüler aus Datteln an der Paul-Gerhardt-Hauptschule angemeldet werden können.

Warum eine Gesamtschule?

Aufgrund der demografischen Entwicklung gehen die Schülerzahlen in Datteln seit Jahren an allen Dattelner Schulen zurück. Parallel dazu ist festzustellen, dass viele Eltern ihre Kinder an Gesamtschulen in den Nachbarstädten anmelden. Damit Kinder möglichst keine weiten Wege bis in die Nachbarstädte auf sich nehmen müssen, haben sich Rat und Verwaltung dafür entschieden, die Schullandschaft so aufzustellen, dass Dattelner Kinder die gewünschten Beschulungsformen in Datteln vorfinden.

Dass die Stadt Datteln eine eigene Gesamtschule einrichtet, konnte die Bezirksregierung allerdings nicht genehmigen, weil damit der Bestand der Gesamtschulen in den Nachbarstädten gefährdet worden wäre. Als daraufhin die Einrichtung einer Sekundarschule an zu geringen Anmeldezahlen scheiterte, wurde das Kooperationsmodell mit der Wolfhelm-Gesamtschule in Olfen nach einem intensiven Planungsprozess entwickelt. Eine gute Lösung, weil somit Dattelner Schülerinnen und Schülern auch weiterhin sämtliche Abschlüsse machen können: vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur.

TERMINE (vorbehaltlich der Genehmigung der Bezirksregierung Münster)

Anmeldung für die fünfte Klasse
3. und 4. Februar 2018, jeweils von 9 bis 13 Uhr in der Hauptschule Hachhausen, Westring 7, Datteln, Raum BE 20

Tag der offenen Tür
2. Dezember 2017 in der Wolfhelm-Gesamtschule in Olfen, Telgenkamp 9

Info-Veranstaltungen
22. November 2017 ab 19.30 Uhr in der Wolfhelmschule in Olfen
23. November 2017 ab 19.30 Uhr im Pädagogischen Zentrum der Gustav-Adolf-Schule in Datteln

Gesamtschul-Kooperation: Städte setzen auf umfangreiche Informationen

23.3.2017 - Dirk Franke, Beigeordneter der Stadt Datteln, hat sich mit Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann und der eigens installierten Planungsgruppe aus beiden Städten plus Vertretern der Schulleitung auf den Weg nach Xanten und Raesfeld gemacht, um sich eingehend über zwei bereits laufende Gesamtschulkooperationen zu informieren.

Das Bild zeigt eine Schultafel.
„Wir sind davon überzeugt, dass ein Teilstandort der Olfener Wolfhelm-Gesamtschule in Datteln für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Städte in jeder Hinsicht zukunftsweisend ist. Deshalb arbeiten wir intensiv an den Grundlagen für diese Kooperation“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Diskutiert wurden unter anderem Fragen zum Schülerbusverkehr, zur allgemeinen Kostenverteilung, zu den Auswirkungen zweier Schulstandorte auf das Lehrerkollegium sowie grundsätzliche Organisationsmöglichkeiten und auch verschiedene Gesamtschulkooperationsformen.

Anlassbezogener Schulentwicklungsplan ist in Arbeit

Diese Bereisung war ein weiterer Baustein der Planungsarbeiten. Ein anlassbezogener Schulentwicklungsplan (SEP) ist bereits in Arbeit, außerdem wird derzeit eine detaillierte, aber zunächst unverbindliche Meinungsumfrage unter den Eltern potenzieller Gesamtschüler in Datteln ausgewertet.

„Es ist uns wichtig, so viele Informationen wie möglich zu sammeln, und Lehrer, Eltern und Politik bei jedem Schritt mitzunehmen“, betont Wilhelm Sendermann. Eine Gesamtschulkooperation biete immense Vorteile für alle Beteiligten und sei im Hinblick auf abnehmende Schülerzahlen ein sinnvoller Schritt, die Zukunft der Wolfhelm-Gesamtschule in Olfen zu sichern.

Warum eine Kooperation?


Derzeit können 116 Kinder jährlich in vier Zügen an der Schule aufgenommen werden. Die Anmeldezahlen für die beliebte Olfener Gesamtschule überschreiten diese Zahl mit knapp 160 bei Weitem, wobei die einpendelnden Schülerinnen und Schüler in erster Linie aus Datteln kommen. Da die Aufnahmekriterien eine Bevorzugung nach Wohnsitz verbieten, gehören auch in jedem Jahr Olfener zu den abgelehnten Schülerinnen und Schülern. Würden die Dattelner Schülerinnen und Schüler aber zum Beispiel aufgrund einer Veränderung der Schullandschaft im Nachbarort wegbleiben, würde das die Gesamtschule in Olfen in Existenzgefahr bringen.

„Selbst, wenn jedes Jahr alle Viertklässler der Olfener Grundschule zur Gesamtschule wechseln würden, könnte eine vorgeschriebene 4-Zügigkeit nicht erreicht werden. Würde die Zügigkeit der Gesamtschule aber im Rahmen einer Kooperation auf sechs erhöht und auf zwei Standorte verteilt, erhöhte sich damit auch die Chance der Familien auf einen Gesamtschulplatz am Wohnort. Ablehnungen von Schülerinnen und Schülern aus dem eigenen Ort könnten so verringert werden“, erläutert Michaela Nietmann von der Stadt Olfen.

An einem Strang ziehen

„Das Wichtigste ist, dass Eltern, Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie die Politik an einem Strang ziehen, um auch für die folgenden Generationen hervorragende Bildung anbieten zu können“, sagt Bürgermeister André Dora. Für den Beigeordneten Dirk Franke hat der Besuch der beiden Gesamtschulkooperationen Xanten-Sonsbeck und Borken-Raesfeld gezeigt, „dass eine derartige Zusammenarbeit Früchte tragen kann. Immer unter der Voraussetzung, dass die individuellen Ansprüche der Standorte erfüllt werden.“

Für die geplante Gesamtschul-Kooperation Datteln-Olfen werden nun die Ergebnisse des SEP und der Meinungsumfrage unter den Eltern abgewartet, danach konkrete Lösungsmöglichkeiten gesucht bzw. verfeinert, um schließlich nach den Sommerferien gemeinsam eine Entscheidung über Ja oder Nein zu einem Gesamtschul-Teilstandort in Datteln ab dem Schuljahr 2018/2019 zu fällen.

Gesamtschul-Kooperation: Datteln und Olfen gehen wichtigen Schritt nach vorne

1.2.2017 - Zwei Städte und eine gemeinsame Wunschvorstellung, die nun konkrete Formen annehmen soll: Olfen und Datteln streben eine Gesamtschul-Kooperation an, die den Schulen und Schulträgern und vor allem den Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen soll.
Ziel ist es, in Kooperation mit der Wolfhelmschule Olfen ein Gesamtschulangebot in Datteln zu installieren. Ein interkommunales, zukunftsweisendes Projekt, das angesichts des demografischen Wandels, Änderungen in der Schullandschaft und zunehmender Pendlerströme aus den Reihen der Schülerinnen und Schüler aus Sicht beider Städte notwendig und zugleich Erfolg versprechend ist.

Das Bild zeigt Stühle in einem Klassenzimmer.


„Wir haben eine Planungsgruppe installiert, die aus Vertretern der Städte Datteln und Olfen, der Wolfhelmschule und einer Moderatorin besteht, die seit einigen Monaten mit Hochdruck an den Voraussetzungen für die angestrebte Gesamtschul-Kooperation arbeitet“, sagt André Dora, Bürgermeister der Stadt Datteln.

Welche genauen Aufgabenfelder diese Planungsgruppe hat, wurde in einer gemeinsamen Schulausschusssitzung am 30. November 2016 in Datteln der Politik aus beiden Städten erläutert. Konkret wurde dabei angekündigt, einen anlassbezogenen Schulentwicklungsplan (SEP) in Auftrag zu geben. Dazu haben in der Zwischenzeit beide Städte gemeinsam das Unternehmen BIREGIO (Projektgruppe Bildung und Region) beauftragt.

„Ein solcher Schulentwicklungsplan soll allen Beteiligten konkrete Auskünfte über die Bevölkerungs- und Schülerzahlenentwicklung, Pendlerströme – rund ein Drittel der Schüler der Wolfhelmschule kommen aus Datteln – und notwendige Raumkonzeptionen geben. Außerdem soll er über Ganztagsunterricht und Inklusion informieren und Handlungsempfehlungen geben“, sagt der Olfener Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Nun gilt es, auf die Ergebnisse des Schulentwicklungsplans zu warten, der im Frühjahr im Entwurf vorliegen soll. Diese sollen dann mit der Wolfhelmschule, Eltern, Öffentlichkeit und Politik eingehend und mit genügend Zeit erörtert und diskutiert werden. Die Mitglieder der Planungsgruppe freuen sich auf eine fruchtbare und zielorientierte Zusammenarbeit im Sinne der Schullandschaft in der Region. Das bereits abgestimmte zeitliche Wunschziel ist ein Start der Kooperation zum Schuljahr 2018/2019.

Bestätigt sich, dass eine Kooperation sinnvoll ist, folgen weitere Arbeitsschritte wie die Beteiligung der Schulen und benachbarter Schulträger, die Ausarbeitung des pädagogischen Konzepts, die Erstellung eines Finanzkonzepts und einer Kooperationsvereinbarung. Umbaumaßnahmen und schulorganisatorische Maßnahmen müssten eingeleitet werden. Über diese Themen werden die politischen Gremien weiter beraten und beschließen.

Gesamtschule: Stadt nimmt Gespräche über eine Kooperation mit Olfen auf

12.2.2016 - Die Stadtverwaltung wird konkrete Beratungen mit der Stadt Olfen über eine eventuelle Kooperation für eine gemeinsame Gesamtschule aufnehmen. In diese Gespräche soll auch die Bezirksregierung einbezogen werden. Das hat der Rat der Stadt Datteln am 11. Februar 2016 beschlossen. Mit diesem Beschluss folgt der Rat der Empfehlung des Schulverwaltungsamts.

Das Bild vier Schülerinnen und Schüler.

Die Stadtverwaltung wird diese Gespräche nun aufnehmen, nachdem die Eltern bei einer Umfrage 2014 mit 51 Prozent gegen eine Sekundarschule gestimmt hatten. Damals hatten die Eltern bereits den Wunsch nach einer Gesamtschule geäußert. Fakt ist auch, dass zurzeit etwa 800 Schüler aus Datteln in anderen Städten unterrichtet werden, 293 davon in der Wolfhelm-Gesamtschule in Olfen.

Da die Gespräche über die Einrichtung einer Gesamtschule erst noch geführt werden, ist zurzeit nicht absehbar, wann diese Schulform in Datteln eröffnet werden kann. Mit mindestens zwei Jahren ist zu rechnen.

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