Kanalfestival-Geschichte | Stadt Datteln

Geschichte des Kanalfestivals

Über 40 Jahre Stimmung am Kanal

Anfang 1969 wollte der damalige Bürgermeister Horst Niggemeier die Lage Dattelns an den vier Kanälen stärker in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger bringen. Und weil diese Idee konsequent weiterverfolgt wurde, fand das erste Kanalfestival vom 5. bis 7. September 1969 statt. An der Organisation und Durchführung beteiligten sich alle Wassersportvereine, die Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr sowie eine große Anzahl Dattelner Verbände und Organisationen.
Kanalfestival mit Feuerwerk

Wegen der vier sich kreuzenden Kanäle wurde Datteln schon lange als Kanalstadt bezeichnet - ohne dass es sich entsprechend im Leben der Gemeinde widergespiegelt hätte. Dabei haben gerade die Wasserstraßen die Entwicklung der Stadt entscheidend mitgeprägt - nicht zuletzt durch die Ansiedlung der Zeche Emscher-Lippe, des Veba-Kraftwerks (heute: E.ON) und der Zinkelektrolyse auf der Westseite des Dortmund-Ems-Kanals bei Ruhr-Zink.

Schaufenster mit maritimer Dekoration

Zur Einstimmung auf das große Fest präsentierten viele Dattelner Geschäfte ab Mitte August eine große Anzahl unterschiedlichster maritimer Gegenstände in ihren Schaufenstern - darunter Steuerräder, Schiffslaternen, Buddelschiffe oder Original-Rettungsringe von berühmten Schiffen. Zu bewundern waren außerdem etwa 40 Schiffsmodelle, von denen vor allem eine 5,5 Meter lange und 3,5 Meter hohe Nachbildung des Segelschulschiffs Gorch Fock herausstach.

Das Kanalfestival wurde am Dattelner Meer durchgeführt, also dort, wo sich Dortmund-Ems-Kanal und Wesel-Datteln-Kanal treffen. Neben einer kleinen Kirmes sollten Programmpunkte am und auf dem Wasser dem Festival ein unverwechselbares Profil geben. So wurde mit der Santa Monika ein 400 Personen fassendes Fahrgastschiff gemietet, um besonders den älteren Bürgerinnen und Bürgern eine Freude zu machen. Für die Jugend gab es an Bord des Schiffes an zwei Abenden eine Beat-Party. Außerdem war der WDR am zweiten Festivaltag zu Gast und sendete in der Sendereihe „Westfalenecho“ live ein 30-minütiges Porträt der Kanalstadt.

Fahnenlauf, Tricklaufen und Drachenflug

Darüber hinaus gab es weitere Attraktionen am und auf den Kanälen: Der Kölner Wasserskiclub präsentierte seine Sportart in einem zweistündigen Programm erstmals in Datteln: mit Fahnenlauf, Tricklaufen und Drachenflug. Außerdem fanden beim Kanalfestival die ersten offenen Stadtmeisterschaften im Wasserski statt.

Am zweiten Veranstaltungstag führten die Wassersport-Vereine erstmals eine Lampionfahrt durch. Etwa 150 Boote waren mit Girlanden und Lampions geschmückt und mit fantasievollen Motiven bestückt. Die Feuerwehr hatte zu diesem Anlass eine farbig angeleuchtete Fontänenfront errichten lassen, zu der ein Bengalfeuer abgebrannt wurde. Dieser Lampionkorso wurde im Laufe der Jahre zum wichtigsten Eckpfeiler des Kanalfestivals. Die aus einem Drahtgestell mit Krepppapier gebauten Motive spielten auf (lokal-)politische und gesellschaftliche Entwicklungen und Probleme an oder zeigten einfach nur fantasievolle Darstellungen. Im Laufe der Jahre erwies sich der Lampionkorso als besonders attraktiver Programmpunkt. Tradition wurde im Laufe der Jahre auch, dass der Korso mit einem Feuerwerk abgeschlossen wurde. Nur einmal musste der Lampionkorso ausfallen: 1983 war das Wetter am Samstagabend zu schlecht. Lediglich am Sonntag gab es eine Rundfahrt - allerdings bei Tageslicht.

Die Bundeswehr ist auch dabei

Auch die Bundeswehr beteiligte sich 1969 schon an der Programmgestaltung. Zwar konnten größere Boote der Bundesmarine aus technischen Gründen das Dattelner Meer nicht erreichen. Trotzdem entwickelte sich schon bald eine Patenschaft mit dem schnellen Minensucher „Mars“. Zunächst mussten allerdings Flusspioniere der Bundeswehr absagen, weil sie in dieser Zeit an militärischen Übungen teilnehmen mussten. Doch dann war es kurzfristig einer Kompanie von Flusspionieren aus Achim bei Bremen möglich, nach Datteln zu kommen. Die Besucherinnen und Besucher konnten nicht nur an Bord eines Sicherungs- und Landungsbootes gehen, um einen Blick in das Innere zu werfen, sondern auch an kleineren Rundfahrten teilnehmen.

Der Kontakt zu den Flusspionieren entwickelte sich im Laufe der Zeit so freundschaftlich, dass die Stadt 1973 mit dieser Einheit eine offizielle Patenschaft einging. In den folgenden Jahren waren die Flusspioniere regelmäßig mit ihren Booten beim Kanalfestival zu Gast. 1988 zum letzten Mal, weil die Einheit in diesem Jahr aufgelöst wurde. Seit 1992 ist eine Patenschaft mit dem Minenjagdboot "Datteln" an diese Stelle getreten.

Unterhaltungsabend mit Stargästen

Zu den Höhepunkten des Kanalfestivals gehörte immer der große Unterhaltungsabend am Freitag, der erstmals 1970 durchgeführt wurde. In einem Zelt traten Künstlerinnen und Künstler auf, die vom Sketch bis zur akrobatischen Einlage und von der Parodie bekannter Persönlichkeiten bis hin zu Hits und Evergreens ein abwechslungsreiches Programm boten.

Die erleuchtete Brücke beim Kanalfestival

Bei dieser Gelegenheit wurde jedes Mal ein Stargast verpflichtet: unter anderem Heino (1971), Howard Carpendale (1978), Mike Krüger (1981), Dschingis Kahn (1985), Roberto Blanco und die Goombay Dance Band (1989). Tony Marshall (1979, 1983) und Cindy & Bert (1974, 1980) wurden sogar mehrmals verpflichtet. 1971 gelang Sven Olsen mit seinem Lied „Komm mal mit zum Dattelner Kanal“ nicht nur beim Unterhaltungsabend, sondern auch im Rundfunk ein Hit.

Eine Premiere besonderer Art war beim ersten Kanalfestival der Gottesdienst am Sonntag. Von seinem Standort in Duisburg war ein schwimmendes Gotteshaus nach Datteln gefahren, so dass zum ersten Mal in der Geschichte der deutschen Binnenschifffahrt ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten werden konnte. Auch diese Veranstaltung etablierte sich als regelmäßiger Programmpunkt.

Zwischen 150.000 und 200.000 Besucher

Über 50.000 Besucher waren nach Schätzungen der Veranstalter beim ersten Kanalfestival dabei. Und weil das Fest auf so große Resonanz stieß, wurde es bis 1989 bis auf eine Ausnahme jährlich am ersten Wochenende im September durchgeführt. In den Anfangsjahren kletterten die Besucherzahlen sprunghaft in die Höhe (1970: über 80.000; 1971: über 150.000), um sich schließlich zwischen 150.000 und 200.000 Besuchern einzupendeln. Eine genauere Angabe ist nicht möglich, da nicht bei allen Programmpunkten ein Eintrittsgeld erhoben wurde. Ab Mitte der 80er Jahre kamen etwas weniger Zuschauer, was darauf zurückzuführen ist, dass in vielen Städten der Umgebung ähnliche Volksfeste veranstaltet wurden.

Zum erstmals 1970 durchgeführten Unterhaltungsabend kamen 1971 die Modenschau und das Kinderfest hinzu. 1976 wurde in Anlehnung an eine populäre Fernsehunterhaltungssendung ein „Spiel ohne Grenzen“ auf dem Wasser durchgeführt: mit acht Wassersport treibenden Vereinen unter der Leitung des TV Datteln 09.

Beim zehnten Kanalfestival im Jahr 1978 wurde erstmals eine Flutlichtregatta durchgeführt. 1988 veranstaltete der der Ruderverein Datteln von 1928 e. V. anlässlich seines 60-jährigen Vereinsbestehens einen Achter-Vergleichskampf. 1986 wurde erstmals ein Trödel- und Kunsthandwerkermarkt durchgeführt, bei dem die verschiedensten Antiquitäten, Kuriositäten und Raritäten zu bewundern und zu erwerben waren.

Streichelzoo und Ponyreiten

Auch für Kinder und Jugendliche wurde das Programmangebot ausgeweitet. Ab 1982 gab es viele Gelegenheiten für Spiel und Spaß im Kinderhort und auf dem Abenteuerspielplatz der Marinekameradschaft beim Heimboot „Krebs“. Später kamen noch ein Streichelzoo und Ponyreiten dazu. Ab 1986 waren auch Puppen- und Marionettentheater mit einem speziellen Kinderprogramm beim Kanalfestival dabei. Auch „Datteline“, das Spielmobil des Jugendamtes, war regelmäßig im Einsatz.

Beat-Partys und Live-Konzerte für die Jugend

Für die Jugendlichen wurden vor allem Musikveranstaltungen angeboten. Anfangs waren das Beat-Partys, die auf der Santa Monika stattfanden, wo Discjockeys alte und neue Hits auflegten. Ab 1983 fanden regelmäßig Live-Konzerte von Bands aus Datteln oder der näheren Umgebung auf dem Jahnplatz statt.

Die Ausweitung des Programms führte dazu, dass mehr Platz benötigt wurde. Bis 1975 spielte sich das Geschehen praktisch nur auf der Westseite des Dortmund-Ems-Kanals im Bereich des Dattelner Meers ab. 1969 stand das Festzelt noch auf dem Gelände der früheren Badeanstalt, bis 1972 an der Ecke Hafenstraße/Höttingstraße und ab 1973 an der Ecke Hafenstraße/An der Losheide.

Schließlich wurde an der Markfelder Straße ein ehemaliges Wiesengelände zu einem vielseitig nutzbaren Veranstaltungsgelände eingerichtet, auf dem ab 1976 Festzelt und Festival-Kirmes einen neuen Standort erhielten. Damit verlagerte sich das Festival aber auch gleichgewichtig auf beide Seiten des Dortmund-Ems-Kanals.

Das 20. Kanalfestival wurde 1989 durchgeführt. In diesem Jahr fanden rund 50 verschiedene Veranstaltungen statt, während es bei der Premiere gerade mal 30 Programmpunkte gewesen waren. Die hohen Besucherzahlen – 1989 waren es schätzungsweise 175.000 – zeigen, dass sich das Kanalfestival etabliert hatte.

Festival aufgrund der Fehlbeträge umstritten

Bei der 21. Auflage im Jahr 1990 waren Stargäste wie Klaus & Klaus oder De Höhner beim traditionellen Unterhaltungsabend im Festzelt dabei. Die Hochseiltruppe Geschwister Weisheit sorgte mit einem großen Hochseil über dem Dortmund-Ems-Kanal für artistische Höhepunkte. Auch die Rock-Pop-Live-Veranstaltung mit der heimischen Band Panheads und dem niederländischen Herman Brood and his Wild Romance sorgte für ein hochklassiges Festival-Programm. Dennoch war das Festival angesichts der immer höheren Fehlbeträge nicht unumstritten: Gestaltete sich doch die Haushaltssituation der Stadt von Jahr zu Jahr schwieriger.

Mit ersten Änderungen in der Programmstruktur wartete das Kanalfestival 1991 auf. Erstmalig gab es neben einem Seniorennachmittag im Festzelt und einem bunten Kinderland auf der Grünfläche neben der Brückenzufahrt an der Hafenstraße eine Open-Air-Bühne, die an allen Veranstaltungstagen Musik von Folkrock bis zu brasilianischer Musik darbot.

Festival zeigt sich 1992 in neuer Aufmachung

„Neues Kanalfestival wird zu einem tollen Erfolg“, „Kleinkunst macht neues Kanalfestival groß“ oder „Kanalfestival macht Furore“ waren nur einige Schlagzeilen des Festivals, das sich 1992 in einem völlig neuen Gewand zeigte. Vom Stadtrat beschlossen präsentierte die Stadtverwaltung eine Veranstaltung, die die zeitgemäße Umwandlung in ein Kulturfest modernster Prägung überzeugend darstellte.
Dabei gab es radikale Einschnitte: kein Festzelt und keine kirmestypischen Anbieter mehr. Stattdessen präsentierten Kunsthandwerker und historische Handwerker ihre Künste. Ein neuer Schwerpunkt waren die Außenbühnen mit den verschiedensten Musik- und Straßentheatervorführungen. Vom „alten“ Festival waren tragende Programm-Punkte wie zum Beispiel der Lampionkorso, das Hafenkonzert oder die Rockveranstaltung unter freiem Himmel übernommen worden.

Bereits im ersten Jahr wurde das „neue“ Kanalfestival von den Besuchern gut angenommen. Die angenehme und niveauvolle Atmosphäre wurde noch verstärkt durch den neu gestalteten Weg an der früheren Kiesfläche am Dortmund-Ems-Kanal, der im Rahmen der Festival-Eröffnung als neue Uferpromenade freigegeben wurde.

Button kann das Festival nicht retten

Einen weiteren Schritt nach vorne bedeutete das Festival im Jahr 1993, das mit seinem hohen künstlerischen Niveau bestach. Künstler wie die A-cappella-Gruppe 6-Zylinder trugen zu einem hervorragenden und anspruchsvollen Fest bei und bestätigten erneut, dass die neue Konzeption richtig war. Erstmalig wurde ein Festival-Button verkauft, mit dem die Besucher Zutritt zu allen Programmpunkten erhielten. Allerdings führten der weiterhin hohe Zuschussbedarf und die sich verschärfenden Haushaltsbedingungen der Stadt Datteln zu einer Beschränkung des Festival-Zuschusses auf 25.000 DM. Da mit diesem Budget kein attraktives Fest mehr zu veranstalten war, beschlossen Vereine und Stadt nach langen Diskussionen am 28. Februar 1994, das Kanalfestival einzustellen.

Auf Initiative einiger Vereine und eines Unternehmers gründete sich am 16. März 1994 die Interessengemeinschaft Kanalfestival, die sich mit ihrem Vorsitzenden Ludger Grundmann mit Unterstützung der Stadt für die Finanzierung des Veranstaltungsprogramms einsetzte. Die Stadt Datteln übernahm auch weiterhin die Organisation der Rahmenbedingungen.

Nach dem Aus war der Anfang ein großer Erfolg

Obwohl für die Vorbereitung wenig Zeit blieb, wurde das Kanalfestival 1994 ein großer Erfolg. Auch schlechtes Wetter konnte die Besucher nicht davon abhalten, sich das Programm anzuschauen - unter anderem wurde erstmalig in Nordrhein-Westfalen ein Wikingerdorf errichtet (der WDR berichtete live aus Datteln).

Das Plakat zum Kanalfestival 2008 - mit einem Eis schleckenden Kanello, dem Maskottchen des Festivals!

1995 gab es eine gravierende Änderung an den Kassen, die überall auf dem Festivalgelände aufgestellt wurden: Erstmalig wurde ein Gesamtbetrag als Eintrittsgeld kassiert. Dennoch lag der Eintrittspreis von 4 Mark für drei Tage im Vorverkauf nicht höher als der bisherige Eintritt für den Lampionkorso. Doch das erneut durchwachsene Wetter ließ die Veranstalter im Stich. Trotz hochwertigem Programm gab es Einnahme-Einbußen.

Aufgrund veränderter Witterungsbedingungen, die kein Festival ohne Regen zuließen, wurde das Festival nicht mehr am ersten September-Wochenende, sondern zwei Wochen früher durchgeführt. Außerdem wurde das Festivalgelände noch einmal vergrößert. So wurde der über den Hubertusweg in den Liegehafen führende Bereich in das Gelände integriert. Außerdem gab es zwei neue Außenbühnen im Liegehafen und im Kinderparadies an der Hafenstraße. Mit der Einbeziehung dieser Flächen waren nunmehr alle Möglichkeiten ausgeschöpft; weitere Flächen stehen bis zum heutigen Tage nicht zur Verfügung.

Besucher-Zahlen pendeln sich bei über 100.000 ein

Die Besucher-Zahlen hatten sich auf über 100.000 „eingependelt“ - trotz einiger Konkurrenz-Veranstaltungen in der Umgebung. Und so wurde auch das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der englischen Cannock angemessen gefeiert: Allein vier Musikgruppen aus Cannock bereicherten das Festival.

Als ein tragender Programmpunkt zur 850-jährigen Ersterwähnung Dattelns sorgte das Festival 1997 bei sommerlichen Witterungsbedingungen für eine Veranstaltung der „Superlative“ (Pressezitat). Mit mittlerweile fünf Musikbühnen, drei Comedy-Bühnen, Walk-Acts im Festivalbereich sowie hochkarätigen Darbietungen auf dem Dortmund-Ems-Kanal hat sich das Kanalfestival bis zum heutigen Tag zu einem Kulturträger entwickelt, der mit seiner Programmvielfalt in der Region seinesgleichen sucht und als würdiger Werbeträger der Kanalstadt Datteln fungiert.

 

Immer bekanntere Künstler kommen nach Datteln

Auch wenn es kaum mehr möglich erschien, wurde das Festival jährlich mit immer bekannteren Künstlern noch weiter attraktiviert. Auf den Open-Air-Bühnen agierten neben bekannten Varieté- und Straßentheater-Künstlern aus dem In- und Ausland (Niederlande, Schottland, USA, Brasilien) in den vergangenen Jahren auch nationale und internationale Musik-Stars oder die Top-Stars der deutschen Kabarett- und Comedy-Szene (u. a. 1999 Till & Obel, 2000 Doktor Stratmann, 2001 Atze Schröder).

Die Highlights der jüngsten Veranstaltungen:

2001: Mungo Jerry, Atze Schröder
2002: Purple Schulz, Klaus Lage, Jörg Knör, 6 Zylinder
2003: Guildo Horn, RIO the voice of Elvis, Der Obel
2004: Achim Reichel, Lioba Albus, Cosmo Klein
2005: Stoppok, Bullemänner, Pe Werner
2006: Popolskis, Brings, Orange Blue, Hennes Bender, Wonderwall
2007: Olaf Henning, Rockorchester Ruhrgebeat, Harpo
2008: Margot Hellwig, Mickie Krause, The Lords, The Queen Kings, Bernd Stelter, Max Buskohl, Ten Years After
2009: The Animals & Spencer Davis, Guildo Horn, Donots, Bläck Fööss, The Rattles
2010: Barclay James Harvest feat. Les Holroyd, The Sweet, Luxuslärm, Chris Andrews, Bullemänner
2011: Münchener Freiheit, Ray Wilson, Music of ELO perf. By Phil Bates & Band, Olaf Henning, Boppin` B
2012: das heißeste Wochenende des Jahres mit Wolf Maahn, Die Happy, Thomas Godoj, Spider Murphy Gang, Ingo Appelt, Katielli-Show-Programm, Panheads
2013: Stoppok und Band, Jörg Knör, The Equals, Bakkushan, Purple Schulz & Schrader, Harpo, Die Toten Ärzte
2014: Chris Thompson, Markus Krebs, Jörg Bausch, RoxxBusters, Marek Fis, El Paniko und das Katastrophenorchester
2015: Still Collins, Frank Goosen, Harmony Glen, Beatklub, Ma`Anders und Mikesch & Gregor von Spontan
2016: Kings of Floyd, Graham Bonney, Wildes Holz, Anka Zink, Harmony Glen und das Kindermusical "Bibi Blocksberg"
2017: in diesem Jahr fand nur ein "Fest am Kanal" statt

Maskottchen als Aushängeschild

Der 1997 erstmalig als fliegender Fisch gestaltete Maskottchen bekam 1998 mit „Kanello“ sogar einen Namen. Seitdem wird er mit jährlich wechselnden „Kunststücken“ als Werbe- und Sympathieträger des Festivals eingesetzt: Auf dem Plakat zeigte sich Kanello unter anderem schon als Jongleur oder Stelzenläufer. Im Jahr 2014 wird Kanello von Pepe, dem fröhlichen Flusspferd abgelöst.

Das Bild zeigt das Kanalfestival-Plakat aus dem Jahr 2014

Musikfeuerwerk der Extraklasse

Ein besonderes Highlight stellte die 30. Auflage des Festivals dar, das vom 20. bis 22. August 1999 stattfand. Das von den Medien als bestes Kanalfestival aller Zeiten bezeichnete Kulturfestival überzeugte mit einem gewaltigen Programm und einem Musikfeuerwerk der Extraklasse. Für eine besondere Atmosphäre sorgten die Dampfboote, Traditionsschiffe und Amphibienfahrzeuge, die anlässlich des 100. Geburtstages des Dortmund-Ems-Kanals eingeladen waren, das zeitgleich mit dem Kanalfestival gefeiert wurde. Zusammen mit einer Ausstellung der Stadtgeschichtlichen Sammlungen ließen sie die Vergangenheit lebendig werden.

Zitterpartie um Nachfolge des langjährigen IG-Kanalfestival-Vorsitzenden

Schon Anfang 2011 hatte der Vorsitzende der IG Kanalfestival seinen Rückzug angekündigt. Nach 18 Jahren wollte Ludger Grundmann seine Freizeit auch mal anders genießen. Doch die Suche nach dem Nachfolger gestaltete sich schwierig. Zuerst konnte sich niemand entscheiden mitzumachen, zum Schluss standen gleich zwei Personen zur Wahl: Bei der Jahreshauptversammlung am 6. Februar 2012 wählten die IG-Kanalfestival-Mitglieder im Vereinsheim des Kanu-Klubs Datteln 1928 e.V. den bisherigen Kassierer Andreas Bork in das Amt des Vorsitzenden. Wieder einmal war das Kanalfestival gerettet.

IG Kanalfestival kündigt Auflösung an

Im März 2018 kündigt die IG Kanalfestival ihre Auflösung an. Damit wird es vorerst kein weiteres Kanalfestival geben.

Infos zum Kanalfestival-Programm

www.kanalfestival.de